Steckbriefe Natur und Landschaft: Die Naturschutzobjekte der Stadt Baden

Steckbriefe Natur und Landschaft: Die Naturschutzobjekte der Stadt Baden

Von der Müseren her kamen sie und stahlen sich über die Hohmatt heimlich durchs Unterholz, beim Brenntrain übers Kühstelli bis zum Rütibuck. Was sich wie ein Ausschnitt aus einem alten Gnomen-Märchen anhört, beschreibt nicht etwa mystische Orte, an denen man Trolle, Zwerge oder Feen antrifft. Es sind reale Waldgebiete: die Naturschutzobjekte von Baden.

Auf dem Rundgang mit Forstwart Pius Moser besuchen wir drei dieser Objekte und wer weiss, vielleicht treffen wir doch das eine oder andere sagenhafte Wesen an.

Nr. 17 Feuchtstandorte und Weiher Baldegg Müseren

Pius Moser lacht ob meiner Überraschung, als wir über einen Trampelpfad aufs Müseren-Plateau vorstossen. Von der Schotterstrasse her scheint der Wald unscheinbar, schattig, nicht sehr einladend für einen Spaziergang. Dringt man aber durch die Fichten hindurch und überquert ein, zwei Gräben auf dem Weg, tritt man in eine andere Welt ein. Vor uns öffnet sich eine Lichtung voller Vielfalt: Büsche, Bäume, Wiesen, Tümpel und Teiche und alles kreucht und fleucht, surrt und schwirrt. Es ist ein kleiner, lebendiger, ja, gar magischer Ort.

So stellen wir uns Natur vor. Aber ist dies natürlich? Eigentlich nicht, wie Moser erklärt. Unsere Breitengrade waren ursprünglich stark bewaldet und Wald ist nicht zwingend artenreich. Dass hier in der Müseren eine so hohe Vielfalt herrscht, ist letztlich den Menschen zu verdanken. Denn die Instandhaltung des Artenreichtums bedarf gewisser Eingriffe und diese werden gezielt durch das Stadtforstamt Baden gemanagt.

Um zu verstehen, wie dieser Wald entstand, dreht Pius Moser die Uhr etwas zurück. Eigentlich sei es schon immer ein Feuchtgebiet gewesen, das bis ungefähr Mitte des 19. Jahrhunderts als Viehweide genutzt wurde. Später ab 1870 folgte eine Umnutzung: Kanäle wurden gegraben, um Wasser abfliessen zu lassen und Fichten übernahmen die wirtschaftliche Hauptfunktion. Das ertragreiche Bauholz überdeckte das Gebiet monokulturell und galt damals als lukrative Einnahmequelle. Bis Holz im 20. Jahrhundert an Wert verlor.

Als in den frühen 90er Jahren Naturschutz immer wichtiger wurde, begann man Biotope anzulegen, in allen Varianten. Kleine bis grössere Laichgewässer, offene Wiesenflächen, Baumhaine mit Pioniergehölze – die Unterschiede sind wichtig für die Vielfalt. Ebenso die Pflege, sagt der Forstwart: „Wir mähen jedes Jahr das Gras, damit die Weiher nicht zuwachsen und Neophyten nicht zu stark Fuss fassen.“ Und rund alle 10 Jahre müssen auch Weiher neu gebaggert werden. Das Ganze ist mosaikartig angelegt, denn es geht um Vielfalt und nicht um einzelne Arten.

Ein Gnom haust im Naturwaldgarten

Dass hier Artenreichtum herrscht, merkt man unter anderem an der hier vorkommenden Gelbbauchunke. Diese kleine, unscheinbare und sehr seltene Amphibie mag einen abwechslungsreichen Lebensraum. Sie gilt als stark gefährdet. Vor allem, weil ihre idealen Lebensräume sehr dynamisch und mit vielen kleinen Tümpeln besetzt sein müssen. Diese sind aber immer seltener vorhanden, da sie üblicherweise in Fluss- oder Bachauen entstehen. Durch Massnahmen der Trockenlegung oder Begradigung von Flussgewässern haben sie stark abgenommen und wurden an andere Orte verlagert. Wie auf dieses Plateau.

Weil dies aber eine für den Wald ungewöhnliche Landschaft ist, bedingt es eine Instandhaltung durch Menschen. Diese ist wichtig für das Funktionieren des Ökosystems und macht unsere Forstwarte somit zum „Naturwald“-Gärtner. „Es braucht aber eine gewisse Affinität und ein Interesse für diese Art der Waldpflege“, sagt Moser, der die Arbeit weiterführt, die der ehemalige Revierförster Bruno Schmidli begann. „Mir gefällt dieser abwechslungsreiche Umgang und solche Flächen sind nicht nur wichtig, sondern machen unsere Arbeit zusätzlich spannend.“

Nr. 14 Föhrenwiese Hohmatt

Eine ganz andere Landschaft präsentiert sich wenige hundert Meter talwärts Richtung Chappelerhof. Wir befinden uns oberhalb des Chappi auf der sogenannten Föhrenwiese Hohmatt. Nicht von ungefähr deutet dieser Name auf die hier wachsenden Föhren hin, wie auch darauf, dass es eine Wiese ist. Oder besser gesagt eine Matte. Denn ähnlich einer Alp diente vor rund 200 Jahren auch dieses Landstück der Viehwirtschaft im Sommer.

Die Michaeliskarte aus dem 19. Jahrhundert bezeugt die breit angelegten Matten zwischen dem Wald auf der Baldegg und der Siedlung Chappelerhof. Als die Nutzung abnahm, wuchsen diese Wiesen zu und erst unter späteren Eingriffen lichtete das Forstamt die Fläche wieder auf. „Der damalige Revierförster wusste, dass dies hier einmal Wiesen waren und erinnerte sich aus seiner Kindheit daran, dass es Orchideen gab“, erzählt Moser.

Während den letzten 20 Jahren vergrösserte das Forstamt die Wiesen langsam in drei Phasen und förderte damit eine zunehmende Vielfalt. Dazu gehören heute sechs Orchideenarten.

Orchideen auf magerem Boden

„Unsere Wälder bestehen grösstenteils aus Buchen“, erklärt Moser, „aber Föhren bevorzugen solche mageren Böden, wie auf der Hohmatt“. Damit aber die Orchideen hier auch gedeihen, engagiert sich das Forstamt dafür, die Wiesen offenzulegen. Dazu mähen sie einmal im Jahr. Zusätzlich entfernen sie Sträucher und Schlingpflanzen, wie die zum stolpern verleitende Waldrebe. Da diese Pflanzen schnell nachwachsen, will das Forstamt diese Auflichtung ab 2020 zweimal im Jahr durchführen.

Dank dieser Massnahmen nennen heute sechs Orchideenarten die Hohmatt ihr Zuhause. Möchte man im Frühling und Frühsommer also sagenhaften Wesen begegnen, so trifft man hier auf das quirlig benannte Fuchs‘ Knabenkraut, das flugunfähige Weisse Waldvögelein oder den seltenen Frauenschuh.

Fuchs Knabenkraut

Weisses Waldvögelein

Frauenschuh

Nr. 4 Altholz Rütibuck

Auf dem Rückweg über die Allmend besuchen wir das Altholz Rütibuck. Hinter dem Sportplatz und der Pfadihütte liegt ein kleines Waldstück, das sich über eine Felskuppe zur Känelgasse hinunter bückt. Seit 1987 erfährt dieser Wald keine Nutzung mehr und wird nach einem „Nichts tun“-Prinzip geschützt. Demnach wird der Wald sich selbst überlassen. Das Forstamt interveniert nur falls Gefahr durch umfallende Bäume oder herabfallende Äste beim Pfadiheim oder über der Känelgasse besteht.

Ziel dabei ist es, diejenigen Arten zu fördern, die auf Alt- und Totholz angewiesen sind. Somit tummeln sich in diesem Waldstück nebst sogenannten Totholzkäfern noch diverse Holzpilze sowie Grün- und Schwarzspechte. Diese bauen sich gerne Bruthöhlen in den Abbruchstellen heruntergefallener Äste.

Zeugnisse einer anderen Art

Wenn man in den Abendstunden eine Weile ruhig im Wald verharrt, besteht des Öfteren die Möglichkeit einer seltenen Art des Homo Sapiens zu begegnen. Diese Art, auch bekannt als Pfadfinder, treibt sich gerne in diesem Wald herum. Das Forstamt bemüht sich deshalb in guter Manier zu informieren, damit sie beim Bauen, Graben und Werkeln im Wald nicht gefährdet sind. Ebenso gehen die Pfadfinder ihrerseits achtsam mit dem Altholz Rütibuck um.

Erfolgreicher Naturschutz seit 1994

Insgesamt zählen die Ortsbürger- und Einwohnergemeinde 29 Naturschutzobjekte zu ihren Steckbriefflächen. Dabei handelt es sich um Wald- oder Wiesenlandschaften, die spezielle Funktionen für den Erhalt bestimmter Arten und zur Förderung der Biodiversität übernehmen. Ziel dabei ist es, landschaftliche und siedlungsökologische Qualitäten zu erhalten und weiterzubringen. Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten die Stadt und die Ortsbürger fortlaufend für den Naturschutz im Badener Wald.

Die Hege und Pflege des Forstamts wirkt sich demnach erfolgreich auf die Vielfalt in und um die Stadt aus. Und Baden kann somit nach 25 Jahren stolz auf ihre Wald- und Wiesenlandschaft blicken.

Alles zum Richtplan Natur und Landschaft der Stadt Baden finden Sie hier.

Bäume sind wichtig fürs Stadtklima – unter diesen Badener Stadtbäumen lässt sich ein Hitzesommer aushalten

Bäume sind wichtig fürs Stadtklima – unter diesen Badener Stadtbäumen lässt sich ein Hitzesommer aushalten

Stadtbäume prägen unsere Quartiere und tragen zu einem guten Stadtklima bei. Sie sind Schattenspender, Klimaanlage, Staubfilter, Lebensraum und Wohlfühlort in einem. Was uns Bäume bedeuten? Wir lassen uns einmal in den Schatten stellen.

An heissen Sommertagen sind sie unsere Rettung: schöne, alte Bäume. Unter ihnen finden wir, was wir brauchen: schattige Kühle, frische Luft, Wohlbefinden und Inspiration.

Allein schon mit ihrem erholsamen Schatten und der erfrischenden Transpirationskühle sorgen Bäume für ein gutes Stadtklima. Etwa 3 -6 °C kühler kann die Temperatur unter einem alten Baum im Vergleich zum heissen Asphalt nebendran sein. Wie eine Klimaanlage wirkt die kühlende Verdunstung über das Blattwerk. Für diesen Verdunstungsvorgang, bei dem der Umgebung Energie entzogen wird (Kühleffekt), kann ein Baum bis zu 500 Liter Wasser täglich verbrauchen. Gut durchatmen lässt es sich unter einem Baum auch. Bäume filtern mit ihrem Blattwerk bis zu 70 % des Feinstaubs und andere Schadstoffe aus der Luft und sorgen damit für eine gute Luftqualität. Zudem produzieren Bäume Sauerstoff: Etwa 10 -13 kg pro Tag bildet ein grosser Baum. Diese Menge reicht für die Sauerstoffversorgung von über 10 Personen am Tag.
Unser Gefühlt täuscht uns also nicht: Stadtbäume leisten Grosses für unsere physische Gesundheit. Auch für die psychische Gesundheit, wie Umweltpsychologische Studien zeigen. Naturnahe Grünflächen und Bäume können Konzentrationsfähigkeit, Stressresistenz, Wohlbefinden und Kreativität fördern.
Also: AB NACH DRAUSSEN! Geniessen wir den Sommer unter diesen Badener Stadtbäumen:

Aufruf: Melden Sie uns ihre Lieblingsbäume in Baden und Region, ganz gleich ob im Park, am Waldrand, Limmatufer oder in Ihrem Garten. Wir sind gespannt!

Bei all der Wohlfahrtswirkung von Stadtbäumen ist eigentlich unverständlich, dass vor allem Bäume in unseren Städten massiv unter Druck stehen. Sie werden im Siedlungs- und Strassenraum nicht selten zur Mangelware. Die Innenverdichtung – mit umfangreichen Unterbauten (Tiefgaragen) – führt dazu, dass auf den Parzellen immer weniger Raum bleibt, in dem Grünflächen entstehen oder gar Bäume gepflanzt werden könnten. Und auch der Verkehrsinfrastruktur fällt immer wieder der Baumbestand zum Opfer. Dabei wäre gerade dieses Mehr an Grün wichtig, um die Biodiversität im Siedlungsraum zu fördern und den Hitzebelastungen der Klimaerwärmung zu begegnen. Die verbleibenden Grünflächen so zu gestalten, dass sie einen Beitrag zur Biodiversität und Klimaanpassung in unseren Städte leisten, ist mit Blick auf diese beiden enorme Herausforderungen (Biodiversitätsverlust und Klimaerwärmung) zukunftsweisend. Und dafür zählt jede noch so kleine Fläche – im öffentlichen Grünraum, wie in den Privatgärten. Es zählen unversiegelt Plätze und Einfahrten, die Umwandlung von Schottergärten, es zählen Dach- und Fassadenbegrünungen und es zählen vor allem hochwertige Grünflächen mit Bäumen. Alte Bäume zu erhalten und neue zu pflanzen, ist eine der Massnahmen, um mehr „grüne Infrastruktur“ in den Städten zu fördern. In Kombination mit der Förderung von Brunnen und geöffneten Bächen, also „blauer Infrastruktur“ entspricht dies dem Credo des BAFUs und von Energiestadt Schweiz. Beide fordern mehr grüne und blaue Infrastruktur in den Städten, um den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken.

Wenn alte Bäume fehlten, könnten wir uns an heissen Sommertagen nicht unter ihr rettendes Kronendach legen und in ihrem Schatten die kühle, frische Luft geniessen. Ein alter Baumbestand in unseren Städten ist wichtig, auch für die Identität in unseren Quartieren, denn noch etwas macht alte Bäume aus: sie sind Zeitzeugen.
Alte Bäume überdauern oft ein Menschenleben und nicht selten sogar mehrere Generationen. Sie bilden ein Kontinuum – stehen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alte Bäume stammen aus einer Zeit, die anders war, als die heutige. Und sie werden – so man diese Bäume lässt – noch dort stehen, wenn diejenigen, die heute in ihrem Schatten sitzen, schon gegangen sind. Bäume weisen somit in die Zukunft und sind Vermächtnis zugleich. Wer heute einen Baum pflanzt, tut dies auch für zukünftige Generationen. Für ein zukünftig gutes Stadtklima und eine hohe Lebensqualität. What a gift!

Während den Umweltwochen 2018 „Stadt macht Klima“ wies der NAVO Baden/Ennetbaden auf den Wert von Stadtbäumen hin.

Herr René Saurenmann (Bereichsleiter des Badener Terrassenbades) hat uns Fotos von seinen Lieblingsbäumen zugesendet.
Ein Schwimmbadbesuch im Terrassenbad wird unter diesen beeindruckenden Bäumen wirklich zum Genuss.

Senden auch Sie uns ein Foto von Ihren Lieblingsbäume in Baden und Region!

Bilder: René Saurenmann

Artenvielfalt am Waldweg: Welchen Einfluss hat die Pflege der Wegränder auf Pflanzen und Tiere?

Artenvielfalt am Waldweg: Welchen Einfluss hat die Pflege der Wegränder auf Pflanzen und Tiere?

Waldwegränder sind wertvolle Lebensräume. Um das Zuwachsen der Wege zu verhindern, werden die Waldwegränder regelmässig gepflegt. Das Stadtforstamt Baden schneidet die Wegränder hauptsächlich mit dem Mulchmäher. Die Wegränder mit einem Balkenmäher zu mähen, wäre schonender für die Pflanzen- und Tierwelt, ist jedoch aus technischen und finanziellen Gründen kaum zu bewältigen. Um die Pflege der Waldwegränder dennoch möglichst artenschonend auszuführen, treffen die Forstwarte diverse Massnahmen.

An Waldwegränder blühen viele Blumen wie zum Beispiel die blauviolette Glockenblume.

Waldwegränder: wertvolle Lebensräume für Eidechsen, Schmetterlinge und Glockenblumen

Der grüne Streifen entlang den Waldwegen ist sehr artenreich. Ein Grund dafür sind die Wegschneisen, wodurch mehr Licht bis zum Waldboden gelangt als im dichten Wald. Davon profitieren viele Blütenpflanzen wie Glockenblumen, Giersch und Akelei. Die Artenvielfalt der Pflanzen lockt wiederum viele Tierarten an. Insekten wie Schmetterlinge, Käfer oder Wanzen, aber auch Reptilien und Amphibien nutzen die optimalen Bedingungen entlang von Waldwegen. Die Tiere haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Die einen leben bodennah, andere besuchen die Waldwegränder nur, um auf den Blüten Nektar und Pollen zu sammeln. Viele Kleintiere wie Schmetterlinge oder gewisse Käferarten nutzen die Blätter und Stängel, um ihre Eier abzulegen.

Waldwegränder müssen regelmässig gepflegt werden

So schön das bunte Treiben entlang der Waldwege auch ist – die Gräser, Kräuter und Blumen müssen zurückgeschnitten werden, um das Zuwachsen der Waldwege zu verhindern. Das Zurückschneiden der Wegränder ist wiederum wichtig für die Artenvielfalt, denn das Zuwachsen der Waldwege würde zu einem Verlust der Vielfalt führen. Waldwegränder müssen darum gemäht oder, wie häufiger praktiziert, gemulcht werden.

Beim Mähen beispielsweise mit einem Balkenmäher werden die Pflanzen abgeschnitten. Es bleibt Schnittgut übrig, welches anschliessend abgeführt werden muss. Der Mulchmäher hingegen zerkleinert das Grüngut und verteilt es gleichzeitig auf der Fläche. Dieses verrottet viel schneller und muss deshalb nicht eingesammelt werden. Der Schlegelmulcher ist der gängigste Mulchmäher und wird von vielen Betrieben für die Pflege von Weg- und Strassenrändern verwendet. Die beweglichen Schlegel des Mulchers sind an einer Rotorachse gefestigt. Der Vorteil dabei ist, dass er mit seinen robusten Klingen ohne Probleme Äste und kleine Holzstücke mithäckseln kann und Steine keine Schäden an der Maschine verursachen.

Gekippter Mulchmäher mit Sicht auf die rotierende Achse mit den beweglichen Schlegeln

Das Problem des Mulchers ist jedoch, dass die rotierende Achse einen Sog erzeugt, der Pflanzen mitsamt Insekten und Spinnen einsaugt und häckselt. Ein weiterer Nachteil des Mulchens ist das Schnittgut, das liegengelassen wird. Es ist nämlich Dünger, der wenige Pflanzenarten einseitig fördert. Dieser Nährstoffeintrag fördert nährstoffliebende Pflanzen wie zum Beispiel Brennnesseln und Löwenzahn. Diese sind einerseits wichtige Futterpflanzen für Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten, anderseits sind sie sehr dominant. Sie verdrängen Pflanzenarten, die an mageren Boden angepasst sind und wovon wiederum diverse Insekten leben.

Der gemulchte Streifen von circa einem halben Meter gibt mobilen Tieren die Möglichkeit, sich in den hinteren Teil zurückzuziehen.

Massnahmen für eine möglichst schonende Wegrandpflege

Beim Stadtforstamt Baden ist man sich bewusst, welchen Einfluss die Wegrandpflege mit dem Mulchmäher auf die Artenvielfalt hat. Trotzdem werden die meisten Waldwegränder gemulcht. Der Grund ist ganz einfach: Es gibt noch keine gleich effiziente Alternative. Auch das Mähen mit einem Balkenmäher ist keine Alternative. Die Wegränder sind meist sehr uneben, steinig und verwurzelt. Würden die Wegränder gemäht, würde die Klinge ständig beschädigt und müsste ausgewechselt werden. Bei den vielen Waldwegen im Badener Wald wäre es schier unmöglich, alle Waldwegränder zu mähen. Zudem müsste das Schnittgut nachträglich eingesammelt und entsorgt werden, was einen enormen Mehraufwand bedeuten würde.

Trotz diesem Dilemma versuchen die Forstwarte, möglichst ökologisch vorzugehen. Beispielsweise werden die Wegränder nur einmal pro Jahr im August und September gemäht. Würden sie schon im Mai oder Juni, dem Höhepunkt der Blütezeit, gemulcht, könnten die Pflanzen keine Samen bilden und mehrjährige Arten könnten keine Nährstoffe in die Speicherorgane einlagern. Die Wegrandpflege vor dem Verblühen würde vielen Tierarten die Lebensgrundlage entziehen. Mit dem Abwarten und der Reduktion auf einen Schnitt pro Jahr kann der Einfluss auf die betroffenen Arten reduziert werden. Die Forstwarte wählen eine hohe Schnitthöhe von 10 cm. Dies schont die bodennahe Vegetation. Zudem mulchen sie immer nur eine Wegrandseite und nur einen möglichst schmalen Streifen von circa einem halben Meter. So können sich mobile Tiere in den hinteren Teil zurückziehen oder die Wegrandseite wechseln.

Der zweite Waldwegrand wird dann circa einen Monat später gepflegt. Als Rückzugsort werden wertvolle Sträucher, Stein- und Asthaufen oder Baumstrünke stehen gelassen. Wo möglich werden auch neue solche Strukturen angelegt. Dem Stadtforstamt ist bewusst, dass sonnige, magere und blütenreiche Standorte wichtig für die Artenvielfalt sind. Deswegen werden geeignete Standorte im Badener Wald so gepflegt, dass sie seltenen Pflanzen optimale Bedingungen bieten. Beispiele dafür sind der lichte Wald am Sonnenberg oder die Föhren-Orchideen-Wiese Hohmatt.

Das Eschentriebsterben

Das Eschentriebsterben

Das Eschentriebsterben verursacht grosse Schäden an den Eschen im Badener Wald. Der eingeschleppte Pilz dringt in die Bäume ein und bringt sie zum Absterben. Eine Bekämpfungsstrategie gibt es bislang noch keine. Ein Lichtblick für den Bestand ist das Auftreten von weniger anfälligen oder sogar resistenten Einzelbäumen.

Der eingeschleppte Pilz gefährdet den Eschenbestand

Das Eschentriebsterben, auch Eschenwelke genannt, ist eine Baumkrankeit, die durch einen Pilz verursacht wird. Dieser Pilz wurde aus Ostasien eingeschleppt. Auf den heimischen Eschenarten in Asien ist er harmlos, auf unseren Eschen hingegend hat er verheerende Auswirkungen. Der Pilz wurde vermutlich mit importierten Eschenpflanzen nach Europa eingeschleppt. Seit 2008 verursacht er in der Schweiz markante Schäden an den Eschen. Heute ist die ganze Schweiz von dieser Baumkrankheit betroffen.
Im Sommer werden die Blätter der Esche durch die Pilzsporen infiziert. Von den Blättern aus dringt der Erreger in die Äste vor, bringt zuerst Teile der Baumkrone und später den ganzen Baum zum Absterben. Der Pilz kann aber auch über die Stammbasis in den Baum eindringen und verursacht dann am Stammfuss eine zungenförmige Rindennekrose, das heisst ein Absterben des Rindengewebes.
Feuchtigkeit fördert die Sporenbildung und den Infektionserfolg des Pilzes. So konnten wir in Baden beobachten, dass sich das Eschentriebsterben im trockenen Sommer 2018 eher weniger stark bemerkbar machte als bei normaler Witterung.

Diese Esche ist vom Eschentriebsterben befallen. Ihre Äste sind teilweise abgestorben, so dass sie nur noch wenige Blätter in der Baumkrone hat.

Weniger anfällige oder resistente Einzelbäume könnten die Rettung sein

Die Krankheit wird durch Pilzsporen verbreitet, die sich auf den abgefallenen Eschenblättern am Boden bilden. Die Sporen werden mit dem Wind verbreitet. Eine Bekämpfung der Krankheit ist dadurch fast unmöglich und bis heute sind keine Massnahmen gegen das Eschentriebsterben bekannt. Es sind jedoch immer wieder einzelne Eschen zu finden, die gar keine oder nur sehr geringe Krankheitssymptome aufweisen. Die Forschung geht heute davon aus, dass einzelne Eschen aufgrund ihrer Genetik weniger anfällig oder sogar resistent gegenüber des Eschentriebsterbens sind.

Diese Esche zeigt (noch) keine Krankheitsanzeichen. Vielleicht gehört sie zu den wenigen resistenten Exemplaren.

In Baden ist die Esche mit einem Anteil von 11 % des gesamten Holzvorrats stark verbreitet. Zum Vergleich: Die Buche ist mit einem Anteil von 32 % die Hauptbaumart in unseren Wäldern. Die Fichte (Rottanne) macht einen Anteil von 20 % aus, die Weisstanne 10 %. Danach folgen Eiche und Ahorn mit je 7 % und Föhre und Lärche mit je 2 %.
Im Badener Wald wird folgende Strategie im Umgang mit dem Eschentriebsterben verfolgt:

  • Der Gesundheitszustand der Eschen wird laufend beobachtet.
  • Nicht befallene Einzelbäume werden wenn möglich stehen gelassen. Die vielleicht resistenten Bäume dienen als Samenbäume für die Verjüngung, das heisst, das Nachwachsen junger Eschenbäume.
  • Vom Eschentriebsterben befallene Eschen werden im Rahmen von Holzschlägen entnommen, so dass das Holz als Energieholz oder als Sagholz genutzt werden kann.
  • Auf jüngeren Eschenbeständen, die zum Teil auf grosser Fläche absterben und zusammenfallen, wird, dort wo bereits junge Bäume nachwachsen, auf Naturverjüngung gesetzt. Wo junge Bäume fehlen, werden Eichen oder je nach Standort auch andere standortgerechte Baumarten angepflanzt.
  • Einzelne absterbende Bäume, die sich im Bestandesinnern befinden und keine Gefahr für die Sicherheit darstellen, werden als ökologisch wertvolles Totholz stehen gelassen.

Merkblatt Eschentriebsterben

Biber im Chappisee

Biber im Chappisee

Die Biber tummeln sich in der Limmat in Baden. Während den langen Sommertagen bekommen die Badegäste diese Dämmerungs- und Nachaktiven Tiere ab und an zu Gesicht.

Vergangene Woche erwischte eine Besucherin mit ihrer Kamera einen Biber am Chappisee. Mit Freude teilte sie die beiden Videos mit der Stadtökologie und findet es schön, dass der Biber bei uns einen Platz gefunden hat. Auch wir freuen uns, dass sich die Biber in unseren Gewässern wohlfühlen und ihren täglichen Geschäften sorglos nachgehen können, wie dieser:

Gemütlich schwimmt der Biber bei Tageshelle dem Limmatufer entlang. Aufnahme: Cindy Wittmer

Lässt sich nicht stören: Der Biber labt sich am üppigen Gestrüpp am Ufer. Aufnahme: Cindy Wittmer

Nachdem der Biber in der Schweiz zu Beginn des 20. Jahrhunderts als ausgestorben galt, wurde er seit den 50er Jahren langsam wieder angesiedelt. Inzwischen leben ca. 1’600 Tiere in der Schweiz.

Auch in Baden haben in den letzten Jahren wieder Biber-Familien ein Zuhause gefunden und sie fühlen sich sichtlich wohl.

Damit auch Sie, liebe Badegäste, sich in der Limmat wohlfühlen können, lesen sie bei der Biberfachstelle nach, wie Sie sich am Besten zu verhalten haben.

Herzlichen Dank an Cindy Wittmer für die Aufnahmen.

Bild: Christoph Angst, Schweizerisches Zentrum für die Kartographie der Fauna (SZKF/CSCF).

Katzen jagen Blindschleichen: so sichern Sie im Garten das Überleben der nützlichen Echse

Katzen jagen Blindschleichen: so sichern Sie im Garten das Überleben der nützlichen Echse

Katzen leben in drei von vier Schweizer Haushalten. Die Mehrheit von ihnen darf ins Freie. Als Jäger leben sie draussen ihre wilde Seite aus, mit Folgen für die Biodiversität. Neben Vögeln und Mäusen sind auch Blindschleichen in Gefahr. Ob diese nützlichen Schneckenvertilger trotz Katzen langfristig vorkommen im Quartier, hängt von der Gestaltung der Gärten ab. Mit einfachen Massnahmen geben Sie den Blindschleichen um Ihr Haus eine gute Chance, jagdlustigen Katzen zu entkommen.

Ich mag meine Katze sehr. Sie gehört zur Familie. Gleichzeitig mag ich „meine“ Wildtiere ums Haus, zum Beispiel die Blindschleichen. Als naturliebende Katzenhalterin komme ich ins Grübeln. Denn meine Katze jagt. Sie streicht gern durch die umliegenden Gärten. Und sie ist nicht die einzige, mindestens fünf Nachbarskatzen tun es ihr gleich. Immer wieder macht sie Beute: eine Waldmaus, eine Libelle. Und ja, auch mal eine Blindschleiche.
Sollte ich meine Katze einsperren? Nein; aber ich schaffe Strukturen ums Haus, welche das Überleben der Blindschleichen und anderer Kleintiere langfristig sichern sollen.

Katzen mit Auslauf sind schlecht für die Biodiversität

Von den 1.4 Millionen Schweizer Katzen dürfen 70% ins Freie. Sie jagen, weil es ihre Natur ist, und Schimpfen nützt nichts. Katzen sind die erfolgreichsten Beutegreifer im Siedlungsraum und können mindestens lokal Beutetiere stark dezimieren. Betroffen sind vor allem Mäuse und Spitzmäuse, Vögel, Frösche, Molche, Eidechsen und Blindschleichen. Unter den Vögeln trifft es laut Schweizerischer Vogelwarte vorwiegend häufige Arten wie Amseln, Rotkehlchen, Meisen, Finken und Spatzen. Was ist zu tun? Natur- und Tierschutzorganisationen wünschen sich eine breite Diskussion zum Thema Katzen und Biodiversität. In erster Linie sollte die Katzendichte wieder abnehmen. Vorschläge gibts viele: freiwilliger Verzicht auf Katzenhaltung, Kastrieren, gesetzliche Beschränkung der Anzahl freilaufender Katzen pro Haushalt, der Abschuss streunender Katzen im Wald…

Freigänger-Katzen einsperren ist nicht tiergerecht

Damit es nicht zu so drastischen Massnahmen kommt, müssen wir Katzenhalter Verantwortung übernehmen für den Jagdtrieb unserer Lieblinge. Freigänger-Katzen einzusperren wird nicht verlangt. Der Zürcher Tierschutz hält fest, dass der Freilauf grundsätzlich zu einer tiergerechten Katzenhaltung gehört.

Mit einer wildtierfreundlichen Gartengestaltung können wir das Vorkommen von Blindschleiche&Co. auch in katzenreichen Quartieren sichern. Laut Vogelwarte jagen Katzen vor allem Tierarten, die zahlreich und einfach zu fangen sind. Wenn die Beutetiere in ihrem Lebensraum genug Nahrung, Verstecke und geschützte Plätze für die Fortpflanzung finden, verkraften sie selbst beträchtliche Verluste durch Beutegreifer.

Blindschleichen fressen Schnecken und sind darum nützliche Helfer im Garten

Ein Wildtier muss nicht nützlich sein, damit es unsern Schutz verdient. Für ein Tier mit dem nicht grad kuschligen Namen „Blinde Schleiche“ ist es aber sicher ein Vorteil. Denn wenn wir auch selber von deren Schutz profitieren, fällt es uns leichter, aktiv zu werden.

Blindschleichen sind in der Schweiz geschützt, wie alle Reptilien und Amphibien. Sie sind nicht blind und sie sind nicht giftig. Es sind keine Schlangen, sondern beinlose Eidechsen. Blindschleichen sind ausgesprochene Nützlinge im Garten, weil sie sehr viele Nacktschnecken fressen. In naturnahen Gärten kommen sie recht häufig vor, gerade auch in feuchteren, schattigeren Bereichen. Den grössten Teil ihres langen Lebens verbringen sie unterirdisch oder in Strukturen versteckt. Helfen wir den Blindschleichen, helfen wir vielen anderen Tierarten in unserem Garten: Igeln, Amphibien, Kleinsäugern und unzähligen weiteren.

Auch Mieterinnen und Stockwerkeigentümer können Blindschleichen schützen

Auch ohne eigenen Garten können Sie sich für Blindschleichen und mehr Natur ums Haus einsetzen. Als Mieterin schlagen Sie Ihrem Vermieter oder der Verwaltung Verbesserungen zugunsten der Natur vor. Und als Stockwerkeigentümer verlangen Sie an der nächsten Versammlung Massnahmen zur Förderung der Biodiversität. Ein schlagendes Argument sind auch die Kosten; naturnaher Grünflächen-Unterhalt ist oft günstiger. Das bringt den Blindschleichen und Vögeln in Ihrem Quartier mehr als Katzen(halter)-Bashing.

Brauchen Sie Unterstützung bei Ihrer Überzeugungsarbeit? Für einen Augenschein mit Ihnen und der Entscheidungsträgerin steht die Stadtökologie gern zur Verfügung.

Sechs einfache Massnahmen zum Schutz der Blindschleichen

Die folgenden Vorschläge für die Förderung von Blindschleichen sind sehr günstig und platzsparend. Sie eignen sich darum auch für kleine Gärten:

Halb eingewachsen: ein Haufen aus Heckenschnitt

Haufen, Haufen, Haufen: Zweige, Laub, Rasenschnitt, Äste, Reisig, Häcksel…mehrere solche Verstecke rund ums Haus sind gute Unterschlüpfe für Blindschleichen. Auf die Grösse kommts nicht an.

Bei wenig Platz im Garten sind kleine Haufen tipptopp. Besonders geschätzt sind trockene Heu-Haufen: gemähtes Gras einfach auf dem Boden trocknen lassen, dann an einem regengeschützten Ort aufhäufen und wenn nötig abdecken.

Und was denken Ihre Nachbarn über die diversen Zwischenlager rund um Ihr Haus? Spätestens mit der Mission B-Kampagne von SRF erkennen sie Ihre guten Absichten.

Häcksel dienen als Blindschleichenversteck und verbessern portionenweise die Struktur des Komposts

Zweige vom letzten Baumschnitt aufschichten, wo’s nicht stört

Efeu macht ein besonders katzensicheres Schutzgeflecht für Blindschleichen

Hecken unterpflanzen: statt Holzschnitzeln ein bisschen Wildnis zulassen.

Unter meiner Hecke haben sich über die Jahre Bärlauch, Maiglöckchen und Goldnessel durchgesetzt: essbare Augenweide im Frühling, üppiges Grün im Sommer und der perfekte Hideaway für Blindschleichen. Andere standortgerechte Wildpflanzen unter Gehölzen sind Kriechender Günsel, Purpurnessel, Salomonssiegel, Efeu, Immergrün und viele andere. Ob Sie diese Pflanzen kaufen oder die Natur selber machen  lassen, ist Geschmackssache.

Artenliste Einheimische Bodendecker

Artenliste Einheimische Schattenpflanzen

Natürlicher Look am Wegrand

Ein bisschen faul sein: einen Saum vor der Hecke stehen lassen. Am Rand von Kiesflächen nicht pingelig sein beim Jäten.

Fliessende Übergänge zwischen Beet und Kies sehen natürlich aus und geben Blindschleichen Deckung, wenn sie sich entlang von Beet-Einfassungen oder anderen Strukturen bewegen.

Im Kompost halten sich Blindschleichen sehr gern auf

Komposthaufen: Ein Eldorado für Blindschleichen: Deckung, Wärme und jede Menge Schnecken, Würmer, Asseln und andere Beutetiere. Ideal ist ein Platz im Halbschatten. Die Grünabfälle werden auf Fingerlänge zerkleinert, feuchtes und trockenes Material gemischt. Ein Deckel oder eine Plane schützt Blindschleichen vor Katzen und hält Füchse fern. Vorsicht geboten ist bei der „Ernte“ des reifen Komposts; arbeiten Sie nicht zu schnell, damit die Echsen sich zurückziehen können.

Schneckenkragen lassen Setzlinge unbeschadet wachsen, ganz ohne Gift

Verzicht auf Schneckengift! Blindschleichen ernähren sich zum grössten Teil von Schnecken.

Eisen-III-Phosphat-haltige Schneckenkörner sollen Blindschleichen laut Hersteller nicht schädigen. Ich verzichte dennoch darauf. Es gibt viele Alternativen dazu sowie vorbeugende Massnahmen, zum Beispiel in der Wahl der Pflanzen oder beim Giessen.

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Tipps von Hauenstein Rafz

Alte Mauern bieten Blindschleichen Unterschlupf

Verstecke in Steinen schaffen: Nicht gebrauchte Stellriemen und überzählige Steinplatten, Pflastersteine oder Ziegel ergeben gute Verstecke für Blindschleichen.

Schichten Sie sie in einer Ecke des Gartens hohlräumig auf. Aufwändiger zu erstellen sind unvermörtelte Bruchsteinmauern mit Schlupflöchern.

Mit diesen Massnahmen ist ein Nebeneinander von Katze und Blindschleiche möglich. Stirbt meine Katze dereinst, stellt sich die Gewissensfrage jedoch von Neuem. Den Wildtieren im Garten ist sicher am allerbesten gedient, wenn ich dann keine neue Katze aufnehme.

weiterführende Links:

Studie (2013) zum Jagddruck der Katzen

Infos über Blindschleichen (KARCH)