{"id":14012,"date":"2021-06-23T12:02:37","date_gmt":"2021-06-23T10:02:37","guid":{"rendered":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/?p=14012"},"modified":"2022-10-21T18:13:02","modified_gmt":"2022-10-21T16:13:02","slug":"waldumgang-der-ortsbuerger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/waldumgang-der-ortsbuerger\/","title":{"rendered":"Waldumgang der Ortsb\u00fcrger"},"content":{"rendered":"\t\t
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Der Klimawandel mit w\u00e4rmeren und trockeneren Sommern und die Auswirkungen auf das \u00d6kosystem Wald waren die Themen des Waldumgangs der Ortsb\u00fcrgergemeinde Baden vom 19. Juni 2021.<\/h2>
Vorlesen<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><\/div>\nDie beiden letzten Waldumg\u00e4nge konnten wegen des Corona Virus nicht durchgef\u00fchrt werden. Umso mehr freute sich Georg von Graefe, der neue Stadtoberf\u00f6rster, zahlreiche Teilnehmende begr\u00fcssen zu k\u00f6nnen. Start war auf der Baldegg, es folgte eine Wanderung auf dem M\u00fcseren Plateau bevor es beim Rastplatz Schwabenberg die wohlverdienten Getr\u00e4nke sowie den Imbiss gab. An vier Waldstationen lud Georg von Graefe die Teilnehmenden ein, den Wald zu betrachten, bevor er die Klimatauglichkeit des konkreten Waldes erl\u00e4uterte.\n\nMehr zu Stadtoberf\u00f6rster Georg von Graefe<\/a>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\"Begruessung\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
Begr\u00fcssung durch Georg von Graefe auf der Baldegg\n\n<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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Der Wald der Zukunft besteht aus verschiedenen Baumarten<\/h3>\nForstfachleute besch\u00e4ftigt schon lange, welche B\u00e4ume mit den ver\u00e4nderten Lebensbedingungen in Zukunft am besten zurechtkommen werden. Fichten und Buchen haben mit der trockenen Witterung zunehmend M\u00fche. Die Eiche hat viel Potential, die neue Hauptbaumart zu werden. Wichtig ist, dass m\u00f6glichst viele Baumarten vorhanden sind, damit eventuelle Ausf\u00e4lle kompensiert werden k\u00f6nnen. Das Klima kann je nach Szenario im Jahr 2100 in unserer Gegend ungef\u00e4hr so sein, wie heute in Oberitalien.\n\nDeshalb wurden auf dem sonnigen, aber trockenen Gebiet entlang der Langenmarchsteinstrasse letzten Herbst klimafitte Flaum- und Zerreichen gepflanzt aus Gebieten mit kalkigen und trockenen B\u00f6den. Die Flaumeichen stammen aus der Gegend von Twann-L\u00fcscherz am Bielersee sowie aus Leuk im Wallis. Die Unterseite der Bl\u00e4tter der Flaumeiche sind leicht behaart, ein bew\u00e4hrtes Mittel um die Verdunstung von Wasser zu reduzieren. Die Zerreichen kommen aus dem Tessin, auch sie sind trockenheitsresistent. Die Pflanzung muss aufw\u00e4ndig angelegt, gepflegt und gesch\u00fctzt werden. Dieses Projekt konnte dank einer Jubil\u00e4umsspende der Firma Peterhans, Schibli aus Fislisbach umgesetzt werden.\n\nMehr zu den\u00a0Flaum- und Zerreichen<\/a>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
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\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\"Pflanzung\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
Pflanzung Flaum- und Zerreichen\n\n<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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Pius Moser, Teamleiter Forst\n\n<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
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Weiher als wichtiger Lebensraum<\/h3>\n

Beim M\u00fcseren Plateau handelt es sich urspr\u00fcnglich um einen feuchten Standort mit saurem Boden. Dieses Gebiet wurde vor etwa 150 Jahren durch noch heute sichtbare Gr\u00e4ben entw\u00e4ssert und vor allem mit Nadelh\u00f6lzern als hochwertiges Bauholz aufgeforstet. 1999 vernichtete der Orkan Lothar einen grossen Teil dieses Baumbestandes. Auf dieser Windwurffl\u00e4che liess man die Natur walten und vertraute darauf, dass wieder ein neuer Wald entsteht. Lichtbed\u00fcrftige Baumarten wie L\u00e4rchen, Birken oder Aspen konnten sich entwickeln. Heute sind in diesem naturverj\u00fcngten Waldst\u00fcck 20 verschiedene Baumarten zu finden.
Auch eine grosse Anzahl von Tagfaltern, Brutv\u00f6geln und auch Pilzen fand hier passende Lebensbedingen. In diesem Gebiet wurden auch verschiedene Feuchtbiotope und Laichgew\u00e4sser angelegt, diese bieten zum Beispiel der Gelbbauchunke, aber auch Libellen und Ringelnattern geeignete Lebensr\u00e4ume. Diese Weiher m\u00fcssen regelm\u00e4ssig unterhalten werden damit sie nicht verlanden.
Stadtforstamt-intern heisst dieses Gebiet \u00fcbrigens Vierwaldst\u00e4ttersee weil es sich um ein ver\u00e4steltes Weihergebiet handelt.<\/p>\n

Mehr zu den Weihern<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t

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\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\"Weiher\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
Weiher M\u00fcseren Plateau\n<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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Naturwaldreservat Unterwilerberg, auch im Hochsommer einen Besuch wert<\/h3>\nAufgrund seines Eibenvorkommens von europ\u00e4ischer Bedeutung wird am Unterwilerberg bereits seit 1961 auf eine Holznutzung verzichtet. Urspr\u00fcnglich als Versuchsfl\u00e4che f\u00fcr die ETH wurde diese Fl\u00e4che nach und nach auf 58.3 ha erweitert. In diesem oberen Abschnitt sind dicke, alte B\u00e4ume zu sehen, daneben junge, die im Schatten warten und erst so richtig zu wachsen beginnen, wenn ein alter Baum umf\u00e4llt und es so Licht den den Jungwuchs gibt. Es handelt sich um sogenannte Schattenb\u00e4ume wie Buchen, Weisstannen oder Fichten.\n\nDem naturbelassenen Bach Richtung Kappelerhof folgend, erreicht man den Eibenwald mit dem Sieben-Br\u00fcggli-Weg.\nLink zum\u00a0Spaziergang durch den Eibenwald<\/a>\n\n

Fazit zur Waldbewirtschaftung<\/h3>\nDer Badener Wald wird unterschiedlich bewirtschaftet. Es werden Eichen gepflanzt, nat\u00fcrlicher Jungwuchs wird gepflegt und im Waldreservat wird auf jeglichen menschlichen Eingriff verzichtet. Welche Bewirtschaftung f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Wald das Beste ist, bleibt zu beobachten. Es gibt nicht DIE L\u00f6sung. Wir Menschen m\u00fcssen fleissig beobachten, unsere Erkenntnisse teilen, kommunizieren und der Natur vertrauen.\n\nDie Biodiversit\u00e4t ist unsere Lebensgrundlage, diese Vielfalt m\u00fcssen wir sch\u00fctzen und erhalten.\nDiesem Thema widmet sich auch die Stadt\u00f6kologie mit dem Jahresthema \u201eVielfalt entdecken\u201c\n\nMehr zu\u00a0Vielfalt entdecken<\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\"Imbiss\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
Imbiss beim Schwabenbergplatz\n\n<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
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\n\t\t\t\t\t\tEs ist immer wieder eine Freude, die Begeisterung der Ortsb\u00fcrger f\u00fcr ihren Wald zu sp\u00fcren.\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\tPius Moser, Teamleiter Forst<\/span><\/cite>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t
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\n\t\t\t\t\t\tAuch wenn ich mit meiner Familie h\u00e4ufig im Wald unterwegs bin, habe ich viel Neues erfahren und werde den Wald bei meinen n\u00e4chsten Besuchen mit anderen Augen anschauen.\n\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\tBeni Amato, Baden<\/span><\/cite>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t
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\n\t\t\t\t\t\tDer Waldumgang ist eine sch\u00f6ne Badener Tradition und ein gutes Beispiel gelungener Waldkommunikation. Dieses Mal wurden interessierte Teilnehmende in aktuelle Fragen rund um die Anpassung an den Klimawandel eingef\u00fchrt und konnten dabei auch gerade den neuen Stadtoberf\u00f6rster aus der N\u00e4he kennen lernen. Merci f\u00fcrs Engagement.\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\tAndreas Rudow, Baden<\/span><\/cite>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t
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