{"id":14880,"date":"2021-08-06T11:10:04","date_gmt":"2021-08-06T09:10:04","guid":{"rendered":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/?p=14880"},"modified":"2023-10-31T13:31:58","modified_gmt":"2023-10-31T12:31:58","slug":"holz-sammeln-mit-tradition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/holz-sammeln-mit-tradition\/","title":{"rendered":"Holz sammeln mit Tradition"},"content":{"rendered":"\t\t
In Zeiten vor den Zentralheizungen wurde mit Holz geheizt und vielfach auch gekocht. Da war es nat\u00fcrlich attraktiv, sich das Holz im \u00f6ffentlichen Wald zu holen. Durch Frevler wurde so viel Holz gesammelt, dass die W\u00e4lder fast \u00fcbernutzt wurden. Um das Ganze in geordnete Bahnen zu lenken und eine Kontrolle \u00fcber die private Holznutzung zu erhalten, wurde in Baden ab 1957 die Leseholzbewilligung eingef\u00fchrt. Diese kostete anfangs 50 Rappen, sp\u00e4ter dann 1 Franken und bis heute 2 Franken pro Jahr. Damit wollte man das Leerr\u00e4umen der W\u00e4lder vermeiden.<\/p>\n
Anfangs wurden gegen 100 Bewilligungen erteilt pro Jahr, heute sind es noch etwa 15.<\/p>\n
Diese Bewilligung wird bei uns im Sekretariat seit 1957 fein s\u00e4uberlich von Hand im selben roten Heft eingetragen. Dabei f\u00e4llt auf, dass urspr\u00fcnglich neben Name und Adresse auch der Jahrgang sowie der Beruf der Holzsammler eingetragen wurde. Dieses Heft liest sich ein bisschen wie die Industriegeschichte der Stadt Baden, urspr\u00fcnglich waren dies oft Arbeiter von BBC. So handelte es sich um Mechaniker, Magaziner, Dreher und Schlosser. Dazu kamen aber auch Polizisten, Hausfrauen oder Weissn\u00e4herinnen. H\u00e4ufig waren es pensionierte Personen. Diese waren wahrscheinlich trotz der 1948 eingef\u00fchrten AHV-Rente froh um g\u00fcnstiges Brennholz.<\/p>\n
<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Der sogenannte B\u00fcrgernutzen hatte keinen Zusammenhang mit den Leseholzbewilligungen. Beim B\u00fcrgernutzen handelte es sich um ein Privileg der Badener Ortsb\u00fcrgerinnen und Ortsb\u00fcrger. So erhielt jeder Haushalt eine bestimmte Menge Brennholz, Stauden oder urspr\u00fcnglich auch Geld. Dieses Privileg wurde dann in den 1980er Jahren abgeschafft, um nicht zwei Sorten von B\u00fcrgern zu schaffen.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Wenn Sie selber Holz f\u00fcr ein Feuer im Garten oder im Chemin\u00e9e zu Hause sammeln m\u00f6chten, bitten wir Sie, beim Stadtforstamt eine Leseholzbewilligung f\u00fcr 2 Franken zu bestellen. Daf\u00fcr braucht es nur noch Ihren Namen und die Adresse. Die Bestellung ist auch per Mail an\u00a0stadtforstamt@baden.ch<\/a>\u00a0m\u00f6glich. Zahlen k\u00f6nnen Sie auch mit Briefmarken.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Durch das Sammeln waren die W\u00e4lder fr\u00fcher sauber aufger\u00e4umt. Heute jedoch weiss man, dass Baumst\u00e4mme, Astmaterial und auch Laub f\u00fcr die biologische Vielfalt sehr wichtig sind. Zersetztes Totholz liefert die N\u00e4hr- und Mineralstoffe f\u00fcr einen gesunden Boden und die n\u00e4chste Baumgeneration.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
B\u00fcrgernutzen<\/h3>
Leseholzbewilligung bestellen<\/h3>
\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
Anleitung zum Holz sammeln<\/h3>
Totholz im Wald ist wichtig<\/h3>
Was geschieht mit den grossen Holzbeigen im Wald?<\/h3>