{"id":15996,"date":"2021-11-26T08:00:54","date_gmt":"2021-11-26T07:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/?p=15996"},"modified":"2024-05-13T09:48:15","modified_gmt":"2024-05-13T07:48:15","slug":"dachs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/dachs\/","title":{"rendered":"Ein Dachs im Garten: Tipps zum Umgang"},"content":{"rendered":"\t\t
\u201eWaren das Wildschweine?\u201c, wird die Stadt\u00f6kologie regelm\u00e4ssig gefragt. Das mitgeschickte Foto zeigt einen Rasen mit herausgerissenen Gras- und Moosb\u00fcscheln. Oder L\u00f6cher im Gartenbeet. Nein, das war keine Wildsau, zum Gl\u00fcck! Diese h\u00e4tten den Rasen n\u00e4mlich regelrecht umgepfl\u00fcgt. Im Vergleich dazu sind Spuren des Dachses direkt harmlos, aber trotzdem f\u00fcr viele ein \u00c4rgernis.<\/p>\n
Erhebungen zeigen, dass Dachse in der ganzen Schweiz h\u00e4ufiger werden, besonders aber in den St\u00e4dten. Kein Wunder: \u00c4hnlich wie F\u00fcchse sind Dachse anpassungsf\u00e4hige Allesfresser. Sie sind flexibel bez\u00fcglich Streifgebiet und Sozialstruktur. In den letzten Jahren scheint auch ihre Menschenscheu zur\u00fcckgegangen zu sein. Damit steht der Besiedlung von Wohnquartieren nichts im Weg.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
Dennoch brauchts viel Gl\u00fcck, einem Dachs zu begegnen. Dieser ist vorwiegend in der zweiten Nachth\u00e4lfte unterwegs. Den Tag verschl\u00e4ft er im Bau. Im Winter verl\u00e4sst er diesen nur sporadisch. Anders als der Fuchs macht der Dachs eine Winterruhe.<\/p>\n
Was macht einen Garten interessant f\u00fcr den Dachs? Vor allem das Nahrungsangebot. Dachse sind Allesfresser mit einer Vorliebe f\u00fcr Regenw\u00fcrmer. Erstaunlich, dass ein 15 bis 20 Kilo schweres S\u00e4ugetier davon satt werden kann! Je nach Saison kommen dazu Engerlinge und andere Insektenlarven, Schnecken, W\u00fchlm\u00e4use und andere kleine Wirbeltiere, Fallobst, Trauben und andere Beeren sowie Mais. Dabei ist er kein aktiver J\u00e4ger, sondern ein \u201eSt\u00f6berer\u201c.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
Das Nebeneinander von Mensch und Dachs kann zu Problemen f\u00fchren:<\/p>\n
Quelle:\u00a0stadtwildtiere.ch<\/a><\/p>\n<\/div>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Wer den Dachs aus seinem Garten lieber fernhalten m\u00f6chte, kann Verschiedenes ausprobieren. Ein Patentrezept gibt es aber nicht. Naheliegende Idee:\u00a0dem Dachs den Zutritt zum Garten verwehren<\/strong>. Am effektivsten w\u00e4re ein bodennaher Elektrozaun, wie er etwa zum Schutz vor Maisfeldern erfolgreich eingesetzt wird. Allerdings h\u00e4lt dieser auch Igel fern und vermag auch \u00e4sthetisch wenig zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n Weitaus einfacher:\u00a0das Nahrungsangebot reduzieren<\/strong><\/p>\n Dachse sind Nasentiere und reagieren empfindlich auf\u00a0unangenehme Ger\u00fcche<\/strong>. Folgende Hausmittelchen sollen schon gewirkt haben: Hundehaare, Chillipulver, Pfeffer, petrolgetr\u00e4nkte Lappen, Eukalyptus\u00f6l oder andere \u00e4therische \u00d6le, aber auch getragene Kleidungsst\u00fccke und Schweisssocken(!). Im Handel gibt\u2019s auch Verst\u00e4nkerungsmittel: Hukinol soll ausgezeichnet wirken, ist aber auch f\u00fcr Menschen-Nasen schwer zu ertragen \u2013 nicht ideal f\u00fcr G\u00e4rten also.<\/p>\n Dachse halten sich tags\u00fcber und \u00fcber den Winter ununterbrochen in ihrem Bau auf. Ein Bau darf darum keinesfalls einfach zugesch\u00fcttet werden. Ausserhalb der Schonzeit, die vom 16. Januar bis zum 15. Juni dauert, k\u00f6nnen Massnahmen gegen einen st\u00f6renden Dachsbau ergriffen werden. Es muss aber sichergestellt werden, dass sich kein Tier mehr im Bau befindet. Ziehen Sie daf\u00fcr den zust\u00e4ndigen Jagdaufseher bei. Keine L\u00f6sung w\u00e4re es laut Jagdaufseher Juan Eberle, einen \u201eProblemdachs\u201c zu schiessen oder umzusiedeln. \u201eDadurch wird ein interessantes Revier frei. Die Artgenossen merken sofort, wenn ein Gebiet nicht mehr markiert wird, und r\u00fccken nach\u201c, erkl\u00e4rt er. Was r\u00e4t er also?\u00a0 \u201eWas wirklich funktioniert, ist der Elektrozaun. Aber das will kaum jemand im Garten. Bei unerw\u00fcnschten Dachsbauen setze ich Chilipulver ein, um sicherzustellen, dass der Bau verlassen wird. Doch dann hilft nur eins: Zubetonieren!\u201c Auch das eine drastische Massnahme!<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Dachse erobern Badens Wohnquartiere. In den G\u00e4rten finden sie Nahrung im \u00dcberfluss. Ihre Streifz\u00fcge hinterlassen Spuren im Rasen…<\/p>\n","protected":false},"author":38,"featured_media":19253,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[650],"class_list":["post-15996","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-umweltwissen","tag-toptenartikel"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/38"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15996"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15996\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36435,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15996\/revisions\/36435"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19253"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}Es gibt kein Patentrezept, aber M\u00f6glichkeiten zum Ausprobieren<\/h3>\n
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Dachsbaue d\u00fcrfen nicht einfach zugesch\u00fcttet werden<\/h3>\n
Jagdreviere und Jagdaufseher<\/a><\/p>\nNicht sinnvoll: Abschiessen oder Umsiedeln<\/h3>\n
Links und Adressen<\/h3>\nMerkblatt des Kantons Aargau<\/a>\n\nTelefonnummern Jagdaufsicht\u00a0 Aargau<\/a>\n\nMeldeplattform stadtwildtiere.ch<\/a>\n\nVerleih Wildtierkamera: Anfragen an\u00a0klimaumwelt@baden.ch <\/a>(Das Angebot gilt nur f\u00fcr Baden)\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"