Wie Pilze und Moose bilden auch Farne keine Bl\u00fcten und Samen, sondern Sporen. Die Sporen befinden sich auf der Unterseite der Farnwedel und sind als Punkte, Linien oder Flecken zu erkennen. Einige Farne werden oft als Zierpflanzen verwendet. So findet man sie heute nicht nur im Wald, sondern auch in G\u00e4rten oder als Zimmerpflanzen.<\/p>
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Baumfarne ben\u00f6tigen eine hohe Luftfeuchtigkeit und wachsen heute nur noch in tropischen und subtropischen Gebieten der Erde.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
In der Schweiz ist der Hirschzungenfarn nicht h\u00e4ufig. Der Farn bevorzugt kalkhaltige B\u00f6den an schattigen, feuchten Standorten. Die wintergr\u00fcne Hirschzunge geh\u00f6rt zu den Kryptophyten. Das bedeutet, dass die \u00dcberlebensknospen an der Bodenoberfl\u00e4che liegen und oberirdisch \u00fcberwintern. Die Bl\u00e4tter des letzten Jahres bleiben im Winter erhalten, und im Fr\u00fchjahr treiben aus dem mehrj\u00e4hrigen Wurzelstock neue, bis zu 60 Zentimeter hohe Bl\u00e4tter aus. Im Gegensatz zu den meisten Farnen hat der Hirschzungenfarn keine gefiederten Bl\u00e4tter. Ihr zungenf\u00f6rmiges Aussehen gibt der Art ihren Namen.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
Die letztj\u00e4hrigen Bl\u00e4tter des Hirschzungenfarns sind dunkelgr\u00fcn und ledrig. Die neuen Bl\u00e4tter, die im sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr austreiben, sind zart und hellgr\u00fcn.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
Der Adlerfarn ist die gr\u00f6sst einheimische Farnart. Die Art kommt weltweit vor und ist weit verbreitet. Die Bl\u00e4tter k\u00f6nnen bis zu zwei Meter hoch werden und geben der Pflanze wahrscheinlich ihren Namen, weil sie den Krallen eines Adlers \u00e4hneln. Adlerfarne werden mehrj\u00e4hrig. Wie Narzissen und Tupeln geh\u00f6rt diese Pflanze zu den Geophyten. W\u00e4hrend der Wintermonate liegen die Knospen gesch\u00fctzt unter der Erde und treiben erst im Fr\u00fchjahr wieder aus. Mit unterirdischen Organen (Rhizomen) k\u00f6nnen Farnpflanzen ung\u00fcnstige Lebensbedingungen und mehrere Jahrzehnte \u00fcberleben. Der \u00e4lteste Rainfarn wurde in Finnland ausgegraben. Mit seinen 60 Meter langen Rhizomen wurde sein Alter auf 1500 Jahre gesch\u00e4tzt.<\/p>
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In einigen Gebieten kann Adlerfarn f\u00fcr die Forstwirtschaft problematisch sein. Sehr dichte Best\u00e4nde verursachen Schatten und k\u00f6nnen manchmal auch die nat\u00fcrliche Verj\u00fcngung von B\u00e4umen verhindern oder stark verz\u00f6gern.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
Im Gegensatz zum giftigen Adlerfarn ist die Hirschzunge eine Heilpflanze mit Tradition. Die Bl\u00e4tter der Hirschzunge wurden in der pharmazeutischen Literatur des Mittelalters als Wundheilmittel gepriesen und bei Milzerkrankungen eingesetzt. Ihre Heilkraft wird im medizinischen Werk Physica aus dem 12. Jahrhundert beschrieben. In Wein gekocht, mit Mehl, Pfeffer und Cynamomum vermischt, kann sie Leber-, Lungen- und Darmbeschwerden lindern. In der Sonne getrocknet und zu Pulver gemahlen, lindert die Hirschzunge Kopf- und Brustschmerzen. Auch heute noch wird der Hirschzungenfarn in der Hom\u00f6opathie als Naturheilmittel eingesetzt.<\/p>
Falls Sie sich f\u00fcr Heilpflanzen aus dem Wald interessieren, lesen Sie den Beitrag zur begleiteten Wiederansiedlung der Lungenflechte<\/a>\u00a0im Badener Wald.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"