{"id":23277,"date":"2022-11-14T08:06:46","date_gmt":"2022-11-14T07:06:46","guid":{"rendered":"https:\/\/umweltblog1.wordpress-agentur.pro\/?p=23277"},"modified":"2023-10-31T13:31:58","modified_gmt":"2023-10-31T12:31:58","slug":"bei-ihnen-piepsts-wohl-hoffentlich-was-badens-vogelvielfalt-ueber-die-wohnquartiere-aussagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/bei-ihnen-piepsts-wohl-hoffentlich-was-badens-vogelvielfalt-ueber-die-wohnquartiere-aussagt\/","title":{"rendered":"Bei Ihnen piepst`s wohl \u2013 hoffentlich! Was Badens Vogelvielfalt \u00fcber die Wohnquartiere aussagt"},"content":{"rendered":"\t\t
Seit \u00fcber 10 Jahren erhebt die Stadt Baden die Brutv\u00f6gel in ihrem Stadtgebiet – dies im Rahmen ihres\u00a0Monitorings “Cercle Indicateurs”<\/a>. Dabei zeigt sich, dass sich die Qualit\u00e4t und Vielfalt in G\u00e4rten und Gr\u00fcnanlagen, insbesondere bei Geh\u00f6lzen, im Spektrum der vorkommenden Vogelarten widerspiegelt.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Die Brutvogelkartierung 2020 der Stadt Baden<\/a> zeigt, dass sich die grossen Park- und Gr\u00fcnanlagen sowie Villeng\u00e4rten durch eine vielf\u00e4ltige Vogelwelt auszeichnen. Immer dann, wenn in diesen G\u00e4rten nicht nur ein alter Baumbestand vorhanden ist \u2013 es sich also um \u00e4ltere, “gewachsene” Gr\u00fcnfl\u00e4chen handelt \u2013 sondern zus\u00e4tzlich weitere, vielf\u00e4ltige Lebensr\u00e4ume in Form von Hecken, Wasserfl\u00e4chen (Weiher, Flussn\u00e4he), Wildblumenwiesen und Staudenbeeten vorkommen, dann ist ebenfalls das Artenspektrum der V\u00f6gel vielf\u00e4ltiger.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Mit dem Alter kommt die Vielfalt<\/strong><\/p> So kommen im Kurpark (Transekt 19) mit dem Kleiber, Gartenbauml\u00e4ufer oder der Sumpfmeise Vogelarten vor, die an alte B\u00e4ume gebunden sind. Mit dem Zaunk\u00f6nig oder dem Rotkehlchen zeigen sich typische Heckenv\u00f6gel, w\u00e4hrend der Kernbeisser zu den klassischen Parkvogelarten z\u00e4hlt. Die Teichanlagen im Kurpark bieten wiederum Wasserv\u00f6geln wie der Stockente oder dem Teichhuhn ein Zuhause. Wohnquartiere k\u00f6nnten vielf\u00e4ltiger sein<\/strong><\/p> Dem gegen\u00fcber zeigt die Brutvogelkartierung<\/a> in manchen Wohnquartieren ein reduziertes Artenspektrum. So fehlt es z. B. in den Quartieren Meierhof West (Transekt 11), D\u00e4ttwil (Transekt 3), Allmend (Transekt 7) oder R\u00fctihof (Transekt 23) an Vogelarten, die an einen alten Baumbestand und Wasser gebunden sind. In Bezug auf den Baumbestand deckt sich dies mit den Analysen der Badener Siedlungsgr\u00fcnr\u00e4ume<\/a>: Demnach weisen die genannten Quartiere nur Baumanteile von etwa 10 % mit zumeist jungen B\u00e4umen auf. Offene Wasserfl\u00e4chen in Form von Biotopen fehlen in der Regel und mit ihnen die entsprechenden Vogelarten. F\u00fcr R\u00fctihof und D\u00e4ttwil zeigt sich des Weiteren, dass f\u00fcr die dort 2020 und 2022 beobachteten Feldsperlinge, als typische \u201eBauernhof-Art\u201c, ein Bedarf an zus\u00e4tzlichen Nistk\u00e4sten besteht.\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t V\u00f6gel zu f\u00f6rdern ist so einfach \u2013 sie brauchen Nahrung und Brutm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p> Vogelf\u00f6rderung geht mit einer Insektenf\u00f6rderung einher. Zwar zeigt die Analyse des Badener Siedlungsraumes<\/a>, dass in Badens Privatg\u00e4rten das Potenzial zur F\u00f6rderung von V\u00f6geln und Insekten nicht ausgesch\u00f6pft ist. Das muss aber nicht so bleiben, denn eigentlich ist es ganz einfach, den eigenen Garten mit trillernden und summenden Garteng\u00e4sten zu bereichern.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Tipps f\u00fcr einen vogelfreundlichen Garten<\/strong><\/p> Mit diesen Tipps k\u00f6nnen Sie ihren Garten vogelfreundlicher machen. Das Gute daran ist, nicht nur V\u00f6gel profitieren, sondern auch Insekten, Reptilien, Kleins\u00e4uger und der Mensch selbst. Denn naturnahe G\u00e4rten sorgen mit Vielfalt und einem alten Baumbestand f\u00fcr ein k\u00fchles, gesundes Klima, f\u00fcr saubere Luft und ein anregendes Wohnumfeld, das die Regenerationsf\u00e4higkeit und Kreativit\u00e4t st\u00e4rkt \u2013 kurzum: Natur tut gut \u2013 Mensch und Tier.<\/p> Das Siedlungsgr\u00fcn ist nur ein Puzzle-Teil im Gesamtbild der Vogelwelt<\/b><\/p> Nicht immer l\u00e4sst sich das Vorkommen und Artenspektrum der V\u00f6gel auf die Qualit\u00e4t des Siedlungsgr\u00fcns zur\u00fcckf\u00fchren \u2013 oft sind \u00fcbergeordnete Faktoren viel massgeblicher: Baden, hier piept\u2019s wohl<\/span><\/p> Nicht f\u00fcr alle Entwicklungen an Vogelvorkommen und Trends ist also das Gr\u00fcn im Siedlungsraum verantwortlich. Aber ob die V\u00f6gel in Baden in \u00f6ffentlichen Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Privatg\u00e4rten Nahrung, Brutpl\u00e4tze und Unterschlupf finden, darauf k\u00f6nnen wir alle Einfluss nehmen. Durch eine insektenf\u00f6rdernde, vogelfreundliche und naturnahe Gestaltung der \u00f6ffentlichen Park- und Gr\u00fcnanlagen, aber auch jedes einzelnen Privatgartens. Sch\u00f6n, wenn’s hier piept!<\/b><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Fo<\/strong><\/span>lgende Links sind auch noch spannend<\/strong>:<\/u><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
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\u00c4hnliches triff f\u00fcr das Artenspektrum von Gr\u00fcnanlagen und alten G\u00e4rten wie z. B. beim Regionalen Pflegezentrum (Transekt 15), im Liebenfels \/ Brunnmatt (Transekt 13) oder entlang des L\u00e4ndiwegs (Transekt 14) zu. Besonders am L\u00e4ndiweg zeigt sich mit den Parkanlagen der Villa Boveri und des Kindermuseums sowie mit zahlreichen Villeng\u00e4rten eine besonders hohe Vogelanzahl und Vielfalt an Art-Gilden.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
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B\u00e4ume und Baumgruppen sind in der Stadt f\u00fcr viele Vogelarten existenziell wichtig. So ist die Vogeldichte in den Quartieren vor allem von der Baumdichte an grossen B\u00e4umen und alten G\u00e4rten abh\u00e4ngig. Daher sollten alte B\u00e4ume gepflegt und erhalten werden. Bei neuen Bauprojekten sind von Anfang an B\u00e4ume so einzuplanen, dass diese gross und alt werden k\u00f6nnen.<\/li>
<\/b>Samenreiche Stauden sind f\u00fcr Goldammer, Distelfink oder Feld- und Haussperling wichtig. Daran fehlt es ihnen in der Stadt, aber auch in den Landwirtschaftsfl\u00e4chen.<\/li>
Insekten sind die wichtigste Nahrungsquelle f\u00fcr V\u00f6gel. Die meisten Insekten sind wiederum auf einheimische Pflanzen angewiesen, ertragen Gift und zu h\u00e4ufigen Schnitt von Gr\u00fcnfl\u00e4chen nicht. Vogelf\u00f6rderung f\u00e4ngt daher bei der Insektenf\u00f6rderung an. Ein erster Schritt besteht darin, mehr Gr\u00fcnfl\u00e4chen rund ums Haus zu schaffen, indem unn\u00f6tig versiegelte Vorpl\u00e4tze, Parkpl\u00e4tze oder Veloabstellfl\u00e4chen entsiegelt werden. Ein zweiter Schritt ist der Ersatz von exotischen Str\u00e4uchern durch einheimische Geh\u00f6lze und Stauden. Der dritte Schritt ist das Umwandeln von nicht oft begangenen Rasenfl\u00e4chen in blumenreiche Wiesen und S\u00e4ume. Dies l\u00e4sst sich durch weniger M\u00e4hen und selektives Stehenlassen von Blumeninseln oder durch gezielte Aufwertung erreichen. Auf Pestizideinsatz und unn\u00f6tige Lichtverschmutzung ist m\u00f6glichst zu verzichten.<\/li>
Privatg\u00e4rten k\u00f6nnen im Siedlungsraum einen wichtigen Beitrag zur Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rderung und Vernetzung leisten. Statt grauer und gr\u00fcner W\u00fcsten k\u00f6nnen G\u00e4rten lebendige Oasen und coole Spots an Hitzetagen sein.<\/li><\/ul>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
So hat z. B. der Klimawandel auch Einfluss auf die Vogelwelt. Die Klimaerw\u00e4rmung verschiebt nicht nur Vegetationsperioden, sondern auch Insektenvorkommen w\u00e4hrend der Jungenaufzucht. Hinzukommen D\u00fcrren sowie Nahrungs- und Lebensraumverluste in \u00dcberwinterungsgebieten, die einen grossen Einfluss auf die Entwicklung von Vogelvorkommen aus\u00fcben k\u00f6nnen. Aber auch in unseren Breiten spielen Nahrungs- und Lebensraumverluste eine Rolle, denn die landwirtschaftliche Produktion hat Einfluss auf das Insektensterben und damit auf das hiesige Vorkommen von V\u00f6geln.<\/p>Klimawandel bringt Speiseplan von V\u00f6geln durcheinander<\/a>\u00a0(EAWAG und WSL)<\/h6><\/li>
Insektensterben – Ursachen und was wir tun k\u00f6nnen<\/a>\u00a0(BirdLife Schweiz)<\/h6><\/li>
Insektensterben stoppen – Auslegeordnung<\/a> (BAFU)<\/h6><\/li>
Insektenschwund in der Schweiz und m\u00f6gliche Folgen f\u00fcr Gesellschaft und Wirtschaft<\/a> (scnat)<\/h6><\/li><\/ul>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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