{"id":23975,"date":"2022-11-22T08:00:25","date_gmt":"2022-11-22T07:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/?p=23975"},"modified":"2023-01-27T15:47:08","modified_gmt":"2023-01-27T14:47:08","slug":"der-energieeffizienz-check","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/der-energieeffizienz-check\/","title":{"rendered":"Der Energieeffizienz-Check"},"content":{"rendered":"\t\t
Als Erstes ist es wichtig, festzuhalten, dass Energie (v.a. Gas und Strom) im Moment nicht knapp ist. Wir sind also nicht in einer Mangel- oder Notlage. Allerdings ist es aufrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation m\u00f6glich, dass es in diesem Winter zu einem Versorgungsengpass kommt. Ob er tats\u00e4chlich eintrifft, h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab. Klar ist: Wenn es im Winter in Europa \u00fcber l\u00e4ngere Zeitperioden sehr kalt wird, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Versorgungsengpasses gegen Ende des Winters- dann, wenn sich unter Umst\u00e4nden die Gasspeicher und Stauseen zunehmend leeren.<\/p>
Um die Wahrscheinlichkeit eines Engpasses zu verringern oder ganz zu verhindern, sind wir alle dazu angehalten, Energie zu sparen. Gleichzeitig bereiten wir uns damit auch darauf vor, wenn sich die Lage zuspitzt und wir mehr sparen oder uns sogar einschr\u00e4nken m\u00fcssen. Die ganze Situation f\u00fchrt ab dem kommenden Jahr zu deutlich h\u00f6heren Preisen bei Gas und Strom. Es ist also nur schon aus finanzieller Sicht zunehmend sinnvoll, sparsam mit Energie umzugehen. Bei Haushalten ist das Energiesparen oft ganz einfach. Bei Unternehmen kann es schon etwas aufw\u00e4ndiger und kostspieliger sein. Allerdings zahlen sich die Investitionen \u00fcblicherweise in wenigen Jahren aus.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
Es gibt mittlerweile von vielen Seiten her Ratschl\u00e4ge: Zum Beispiel die Sensibilsierungskampagnen von Bund<\/a> und Kanton<\/a>, oder das Merkblatt<\/a> der Regionalwerke AG Baden und der Stadt Baden. Im Prinzip kann man beim Energiesparen der Reihe nach die folgenden Bereich angehen: Zuerst widmet man sich der Heizung und der Raumw\u00e4rme. Mit jedem Grad gesenkter Raumtemperatur werden rund 6 % Energie gespart. Danach ist ein Fokus auf den Verbrauch von Warmwasser wichtig, weil dieses entweder \u00fcber die Heizung oder oft auch direkt elektrisch aufbereitet wird. Als K\u00fcr lohnt es sich zu \u00fcberlegen und zu pr\u00fcfen, welche elektrischen Ger\u00e4te wie viel Strom verbrauchen und welche davon man wann wirklich ben\u00f6tigt. Meistens f\u00fchren diese \u00dcberlegungen zu einem effizienten Umgang und dem Einsparen von Energie. “Energiesparen hat mit effizienter Technik zu tun”, h\u00f6rt man oft. Das ist sicherlich richtig, aber es ist nur die halbe Antwort. Energiesparen hat auch sehr viel mit Suffizienz zu tun. Wie bitte? Bei Suffizienz geht es um den sinnvollen und gen\u00fcgsamen Umgang mit Ger\u00e4ten, Konsumg\u00fctern und Dienstleistungen. Die Frage, ob ich etwas im gewohnten Umfang ben\u00f6tige oder ob ich auch mit weniger auskomme (und mich dabei erst noch wohler f\u00fchle), steht im Zentrum. Bei elektrischen Ger\u00e4ten zu Hause und im B\u00fcro ist es offensichtlich, dass der bewusste Umgang direkt zu Einsparungen f\u00fchrt. Bei Konsumg\u00fctern und Dienstleistungen f\u00fchrt der Kauf, Gebrauch oder Verzicht nicht unmittelbar zu weniger pers\u00f6nlichem Stromverbrauch. Aber es geht oft vergessen, dass die Bereitstellung von G\u00fctern und Dienstleistungen andernorts zu hohem Strom- und W\u00e4rmeverbrauch f\u00fchrt. Die Stadt Baden besitzt eine grosse Anzahl an Geb\u00e4uden. Viele davon werden durch die Verwaltung, Schulen oder stadtnahe Betriebe genutzt. Andere werden vermietet. Die anspruchsvollen Energie- und Klimaziele der Stadt Baden<\/a> sind eine grosse Herausforderung f\u00fcr die stadteigenen Immobilien. Viele der Objekte werden noch mit Gas beheizt und sollen bis in acht oder zehn Jahren mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Die Stadt will damit bei ihren Liegenschaften eine Vorbildrolle \u00fcbernehmen. Sie kann aber nicht alle alten Heizungen gleichzeitig ersetzen. Bei vielen Objekten lohnt es sich, vor der Sanierung die bestehende Geb\u00e4udetechnik zu optimieren.<\/p> Seit \u00fcber drei Jahren wird im Bereich der Geb\u00e4udetechnik konsequent auf die detaillierte Ananlyse der Energieeffizienzpotenziale und anschiessend deren Umsetzung gesetzt. Dabei kommt unter anderem jeweils eine intelligente und selbstlernende Steuerung zum Zug. W\u00e4rme und frische Luft werden nur dann bereitgestellt, wenn sie wirklich ben\u00f6tigt werden. Zus\u00e4tzlich kann eine Steuerung lernen, wann die Heizung oder die L\u00fcftung eingeschaltet werden muss, damit der Raum zu Beginn der Schulstunde oder des B\u00fcroalltags warm ist. Dabei k\u00f6nnen auch Aussentemperatur und Wettervorhersage ber\u00fccksichtigt werden. Lesen Sie mehr dazu wie dies bei der Sporthalle Aue oder bei diversen Schulh\u00e4usern umgesetzt wurde. Bei einem B\u00fcrobetrieb ist die Vorgehensweise \u00e4hnlich wie bei Haushalten, vielleicht etwas komplexer und gr\u00f6sser, aber daf\u00fcr ist das Einsparpotenzial auch h\u00f6her. Es dreht sich auch hier oft um die Frage, ob und wie Ger\u00e4te betrieben werden. Bei der Technik geht es auch um Information an die Nutzenden. Wann k\u00f6nnen diese selbst Einstellungen vornehmen und wann sollen sie sich an den Hauswart wenden? Es lohnt sich, systematisch vorzugehen, Ziele zu formulieren und bei Bedarf einen Experten oder eine Expertin beizuziehen. Nicht zu vergessen: Bei der Beschaffung oder der Miete von Ger\u00e4ten ist es wichtig, auf die Energieeffizienz zu achten. Hier hilft Topten<\/a> oft weiter.<\/p> Bei produzierenden Betrieben oder umfangreichen Dienstleistungsunternehmen bew\u00e4hrt sich der klassische Ansatz. Eine Fachperson soll den Betrieb detailliert analysieren und Energieeffizienzpotenziale identifizieren. Daraus resultiert eine Liste mit Massnahmen. Diese sollten dann mit einem Preisschild und einer Menge an eingesparter Energie pro Jahr versehen werden. So kann f\u00fcr jede Massnahme die Zeitspanne berechnet werden, w\u00e4hrend welcher sich die Investitionen durch gesparte Energiekosten zur\u00fcckzahlen. Danach k\u00f6nnen die Massnahmen der Reihe nach umgesetzt werden. Nat\u00fcrlich jene mit der k\u00fcrzesten R\u00fcckzahlfrist zuerst und anhand der verf\u00fcgbaren Mittel f\u00fcr Investitionen.<\/p> Die beste Nachricht dazu ist, dass sowohl die Analyse wie auch die Begleitung f\u00fcr die Umsetzung der Massnahmen durch umfangreiche F\u00f6rdergelder des Bundes unterst\u00fctzt werden. Konkret: 50 % der Beratungsleistungen (max. CHF 2’500) bei Potenzialanalyse vor Ort und bis zu 10 Beratungstage bei der Umsetzung.<\/p>
Mehr Details und weitere Tipps finden Sie im Umweltblog-Artikel “Energie und Geld sparen”<\/a>.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\tSuffizienz<\/h3>
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Umweltblog-Artikel “Suffizienz”<\/a>.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\tWie geht die Stadtverwaltung Energieefizienz an?<\/h3>
Umweltblog-Artikel “Energiesparen mit intelligenter Geb\u00e4udesteuerung”<\/a>
“Betriebsoptimierungen in der Stadt Baden”<\/a>, Artikel in fmpro, Schweizerischer Verband f\u00fcr Facility Management und Maintenance<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
Wie gehe ich als KMU vor?<\/h3>