{"id":34721,"date":"2023-11-28T10:49:22","date_gmt":"2023-11-28T09:49:22","guid":{"rendered":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/?p=34721"},"modified":"2023-11-28T10:53:18","modified_gmt":"2023-11-28T09:53:18","slug":"winterstarre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/winterstarre\/","title":{"rendered":"Der Feuersalamander- erstarrt durch den Winter"},"content":{"rendered":"\t\t
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Der Feuersalamander f\u00fchrt ein verstecktes Leben in unseren W\u00e4ldern, weshalb man ihn trotz seiner auff\u00e4lligen F\u00e4rbung nur selten zu Gesicht kriegt. Ziemlich unheimlich ist seine \u00dcberlebensstrategie im Winter. Buchst\u00e4blich erstarrt ist er dann dem Tod n\u00e4her<\/strong> als dem Leben.<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t

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Die Winterstarre als \u00dcberlebensstrategie\u00a0<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t

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Die Winterstarre ist eine \u00dcberlebensstrategie von wechselwarmen Tieren wie Insekten, Schnecken, Amphibien und Reptilien. Diese k\u00f6nnen ihre K\u00f6rpertemperatur nicht selbst regulieren. F\u00e4llt die Temperatut unter einen gewissen Grenzwert, so verkriechen sich die Feuersalamander in einem Versteck und erstarren buchst\u00e4blich. K\u00f6rpertemperatur und lebenswichtige Funktionen wie Atmung und Herzfrequenz werden dabei stark heruntergefahren. Somit k\u00f6nnen sie die Zeit ohne Nahrung \u00fcberstehen. Diese \u00dcberlebensstrategie hat allerdings ihre T\u00fccken: in der Winterstarre sind die Tiere dem Tod n\u00e4her als dem Leben und k\u00f6nnen in diesem Zustand nicht auf Gefahren reagieren und sich auch nicht selbst aus der Starre befreien. Dies geschieht einzig durch h\u00f6here Temperaturen. Vor dem Erstarren suchen die Tiere deshalb einen gesch\u00fctzten Ort auf, um die Winterstarre m\u00f6glichst unbeschadet zu \u00fcberstehen.<\/p>

Weitere Strategien, um den Winter zu \u00fcberstehen erfahren Sie im Beitrag Energiesparkonzepte-Winter im Tierreich\u00a0<\/a>.<\/p>

Auswirkungen der Winterstarre<\/strong><\/p>

Forscher hat es interessiert, ob die Winterstarre beim Feuersalamander Auswirkungen auf seine mentalen F\u00e4higkeiten hat. Die Tiere mussten sich dabei in einem Labyrinth den Weg zu einem Futterplatz merken. Anschlie\u00dfend wurde eine H\u00e4lfte der Salamander in K\u00e4ltestarre versetzt, die andere blieb dagegen aktiv. Erstaunlicherweise konnten bei der Wiederholung des Experiments dennoch beide Gruppen gleicherma\u00dfen die Aufgabe l\u00f6sen. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Amphibien nicht durch den Geruch des Futters oder andere Indikationsfaktoren die Aufgabe l\u00f6sen konnten. Weil beide Gruppen genauso schnell den Weg durch das Labyrinth fanden, gehen die Forscher davon aus, dass sich die Salamander an den Weg erinnern konnten. F\u00fcr diese Tiere sind derart abgespeicherte Erinnerungen \u00fcberlebenswichtig. Mithilfe derartiger gespeicherten Erinnerungen k\u00f6nnen sie sich sofort nach der Winterstarre an bestimmte lebenswichtige Umweltbedingungen wie Futterpl\u00e4tze oder das Beutegebiet von Raubtieren erinnern.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t

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\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\"Salamander\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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Trotz seiner auff\u00e4lligen F\u00e4rbung kann man den Feuersalamander nur selten bei seinen Streifz\u00fcgen im Badener Wald entdecken.\u00a0 Dies hat einen guten Grund: aufgrund seiner d\u00fcnnen Haut muss er sich vor Feuchtigkeitsverlust sch\u00fctzen, indem er sich tags\u00fcber in Spalten oder weitern Verstecken verkriecht. Nachts ist die Luftfeuchtigkeit h\u00f6her und der Feuersalamander ist besser vor Austrocknung gesch\u00fctzt. Umso gr\u00f6sser ist die Freude, wenn man trotzdem einen Feuersalamander entdecken kann. So geschehen bei einem Arbeitseinsatzes des Stadtforstamtes am \u00abNassstandort T\u00e4fern\u00bb. Foto: Stadtforstamt<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t

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Bitte nicht anffassen<\/b><\/p>

Die auff\u00e4llige schwarz-gelbe F\u00e4rbung signalisiert deutlich: \u00abAchtung, ich bin giftig\u00bb, was beim Feuersalamander nicht nur ein \u00abBluff\u00bb ist, sondern er ist es tats\u00e4chlich. Er besitzt am R\u00fccken und hinter den Ohren Giftdr\u00fcsen, die sein Gift (\u00abSalamandrin\u00bb) bis zu einem Meter weit verspritzen k\u00f6nnen. Das Gift\u00a0 k\u00f6nnte auch einem neugierigen Hund oder einer Katze zum Verh\u00e4ngnis werden. Wenn sie den Salamander fressen, kann dies f\u00fcr sie t\u00f6dliche Folgen haben. Beim Menschen\u00a0 verursacht das Gift meist nur ein leichtes Brennen auf der Haut. Vorsicht ist allerdings bei kleinen Kindern geboten, denn bei ihnen kann es zu heftigeren Reaktionen kommen, bis hin zu Atemproblemen.\u00a0<\/p>

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