<\/span><\/a><\/div>Passend \u2013 nein, eher unpassend werden wir zum Osterfest in Zeitschriften oder Werbeprospekten mit Rezeptvorschl\u00e4gen f\u00fcr das \u201eperfekte Ostermenu\u201c bombardiert. Darin kommen immer wieder Erdbeeren oder auch Spargeln vor, obwohl beide zu diesem Zeitpunkt regional noch gar nicht erntereif sind.<\/p>
Spanische Erdbeeren belasten die Umwelt<\/h3>
Die meisten Erdbeeren, die wir im April in der Schweiz kaufen k\u00f6nnen, stammen aus trockenen Regionen S\u00fcdeuropas, meist S\u00fcdspanien. Dabei sprechen zwei Faktoren daf\u00fcr, Obst und Gem\u00fcse dann zu kaufen, wenn diese bei uns Saison haben und regional verf\u00fcgbar sind: Wasser und Transport. Viele Fr\u00fcchte- und Gem\u00fcsesorten aus S\u00fcdeuropa sind n\u00e4mlich \u201edurstige\u201c Kandidaten, w\u00e4hrend die Regionen, in denen sie angebaut werden, bereits heute unter Wassermangel leiden. Die fortschreitende Klimaerw\u00e4rmung wird dies noch verst\u00e4rken. Ungef\u00e4hr 300 Liter Wasser wird laut WWF f\u00fcr die Herstellung von einem Kilo Erdbeeren ben\u00f6tigt. Das entspricht eineinhalb Badewannen. Es ist Wasser, das in den Regionen S\u00fcdeuropas dringend f\u00fcr die dortige Fauna und Flora ben\u00f6tigt wird, statt mit den Fr\u00fcchten als \u201evirtuelles Wasser\u201c im Schweizer Wasserkanton verkauft zu werden. Mehr zum Begriff \u201eVirtuelles Wasser\u201c in unserer Grafik:<\/p>
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Bedrohtes \u00d6kosystem in S\u00fcdspanien<\/h3>
Der Nationalpark Coto de Do\u00f1ana im s\u00fcdlichen Spanien ist ein \u00f6kologisch bedeutendes Feuchtgebiet f\u00fcr Millionen von Zugv\u00f6geln.\u00a0\u00a0 Durch intensive Landwirtschaft droht das Schutzgebiet auszutrocknen. Die meisten Erdbeeren, die jetzt im Fr\u00fchling bei uns im Angebot sind, stammen aus dieser Region. Und sie brauchen Unmengen Wasser, ein in Andalusien ohnehin knappes Gut. Unz\u00e4hlige Brunnenl\u00f6cher wurden erstellt, viele davon\u00a0 illegal. Alleine f\u00fcr den Erdbeeranbau in Huelva wurden sch\u00e4tzungsweise 1000 illegale Brunnen gebaut und 3000 Hektar landwirtschaftliche Fl\u00e4chen illegal bebaut. Das f\u00fchrte zu einem 80-prozentigen R\u00fcckgang des Wasserzuflusses ins Feuchtgebiet. Die Spanische Regierung tut seit Jahrzehnten zuwenig f\u00fcr eine Balance zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Jetzt steigt allerdings der Druck von Seiten EU und Lebensmittelkonzernen. Wenn Konsumentinnen und Konsumenten Nachhaltigkeit fordern, zeigt das also Wirkung!<\/p>
Schweizer Freiland-Erdbeeren gibt\u2019s ab Ende Mai<\/h3>
Hauptsache also, die Erdbeeren kommen aus der Schweiz? Leider ist\u2019s nicht so einfach. Die ersten erh\u00e4ltlichen Schweizer Erdbeeren stammen ziemlich sicher aus beheizten Treibh\u00e4usern. Wird dazu fossile Energie verwendet, schneiden die Erdbeeren \u00f6kologisch nicht besser ab als die spanischen\u2026 Am sinnvollsten ist es, auch Schweizer Erdbeeren erst ab Ende Mai zu kaufen, wenn sie aus Freilandkulturen stammen. Daf\u00fcr schmecken sie dann umso besser!<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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