{"id":5845,"date":"2019-09-24T10:09:38","date_gmt":"2019-09-24T08:09:38","guid":{"rendered":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/?p=5845"},"modified":"2024-05-13T09:58:26","modified_gmt":"2024-05-13T07:58:26","slug":"igel-unterstuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/igel-unterstuetzen\/","title":{"rendered":"Igel unterst\u00fctzen \u2013 wann und wie ist dies sinnvoll?"},"content":{"rendered":"\t\t
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Die kleinen Stachelkerle sind in unseren G\u00e4rten heimisch. Deshalb kommt es immer wieder vor, dass wir \u00fcber einen Igel stolpern, der scheinbar Hilfe ben\u00f6tigt. Nicht immer ist das aber der Fall und unser Eingreifen kann dann auch kontraproduktiv sein. Annek\u00e4thi Frei, Simon Steinemann und Natascha Fuhrer vom Igelzentrum Z\u00fcrich<\/a> haben f\u00fcr Sie die wichtigsten Handlungsanleitungen zusammengefasst.<\/h2>
Vorlesen<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><\/div>

Ganz allgemein: die beste Unterst\u00fctzung ist der naturnahe Garten<\/strong><\/h3>

In der Schweiz ist heutzutage der typische Lebensraum des Igels das menschliche Siedlungsgebiet. Es liegt also auf der Hand, dass wir schon nur mit der Gartengestaltung Einfluss darauf nehmen k\u00f6nnen, wie es den Igeln geht: ob sie mit Leichtigkeit Nahrung und Unterschl\u00fcpfe finden oder eben nicht.<\/p>

Die englische Bezeichnung f\u00fcr Igel \u2013 \u201eHedgehog\u201c (Heckenschwein) \u2013 weist auf die Tatsache hin, dass Igel ihre Nester gerne unter Hecken anlegen. Auch bodendeckende Str\u00e4ucher, wildwuchernde Brombeerranken, Ast- und Laubhaufen oder Spalten in Holzbeigen sind einerseits als Nestplatz beliebt und erm\u00f6glichen dem Igel andererseits, w\u00e4hrend seiner Streifz\u00fcge bei Gefahr sofort zu verschwinden. Wer also dem Igel etwas Gutes tun will, sollte einen Teil des Strauch- und Baumschnittes liegen lassen oder zu Haufen aufschichten, sowie f\u00fcr weitere Unterschlupfm\u00f6glichkeiten sorgen. Vielerorts sind solche Strukturen aber leider verschwunden und sterilen Rasenteppichen gewichen.

Bei der Wahl der Strauch- und Baumarten sollte man auf einheimische Arten setzen: Diese bieten Lebensraum f\u00fcr Insekten und damit wiederum Nahrung f\u00fcr viele Insektenfresser (neben dem Igel sind das insbesondere zahlreiche Vogelarten). Selbstredend macht man den Effekt mit dem Einsatz von Pestiziden zunichte. Ein m\u00f6glichst sparsamer und punktueller Einsatz von D\u00fcnge- und alternativen Pflanzenschutzmitteln erm\u00f6glichen ein vielf\u00e4ltiges Bodenleben.
Viele Nahrungstiere der Igel ziehen sich bei Trockenheit auf ungeschnittene Wiesen oder Rabatten und Hecken aus einheimischen Str\u00e4uchern zur\u00fcck. Artenreiche Magerwiesen, Bachb\u00f6schungen und Krauts\u00e4ume entlang von Hecken bieten vielen N\u00fctzlingen wie Bienen, Schlupfwespen und Laufk\u00e4fern einen guten Lebensraum und dem Igel wiederum einen reich gedeckten Tisch.<\/p>

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\u00a9 Marlen Tinner<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
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Hilfe f\u00fcr zu leichte Igel vor (oder nach) dem Winterschlaf<\/strong><\/h3><\/div><\/div><\/div><\/div>

Nach dem Herbst kommt \u2026 genau! Der Winterschlaf. Er dient dazu, den Nahrungsmangel in der kalten Jahreszeit zu \u00fcberbr\u00fccken. Ein ausgewachsener Igel ist ungef\u00e4hr 900 bis 1\u2018500 Gramm schwer (bei einer K\u00f6rperl\u00e4nge von 25 bis 30 Zentimetern). Ist er gut gen\u00e4hrt, hat er eine rundliche Gestalt. Was tun Sie, wenn Sie in den n\u00e4chsten Wochen einem Igel begegnen, der noch um einiges kleiner und statt rundlich viel mehr l\u00e4nglich ist, mit abgesetztem Kopf und eingefallenen Flanken?
Ein Jungigel sollte im November mindestens 500 Gramm auf die Waage bringen. Liegt sein K\u00f6rpergewicht deutlich darunter, stehen seine Chancen, den n\u00e4chsten Fr\u00fchling zu erleben, nicht allzu gut. Vor allem erst Ende des Sommers geborene Jungtiere sind im Sp\u00e4therbst oft noch meilenweit von den \u201ematchentscheidenden\u201c 500 Gramm entfernt. Sp\u00fcrend, dass sie so nicht in den Winterschlaf k\u00f6nnen, trifft man sie bis weit in den Dezember auf Futtersuche an. Der Hunger treibt die Tiere oft auch am Tag aus dem Versteck. Allerdings ist das Unterfangen meist von Beginn weg zum Scheitern verurteilt. Sofern \u00fcberhaupt noch vereinzelt Futtertiere vorhanden sind, gen\u00fcgen diese in keiner Weise, um das Gewicht des Igels zu erhalten, geschweige denn zu erh\u00f6hen.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t

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\u00a9 Igelzentrum Z\u00fcrich<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
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Der Winterschlaf ist deshalb auch ganz entscheidend mitverantwortlich f\u00fcr die sehr hohe Sterblichkeit von Jungigeln in ihrem ersten Lebensjahr. Auch f\u00fcr Jungtiere mit gen\u00fcgend Gewichtsreserven und erwachsene Igel ist der Winterschlaf eine harte Pr\u00fcfung: Bis ins n\u00e4chste Fr\u00fchjahr verlieren die Tiere durchschnittlich 30% ihres \u201eStartgewichtes\u201c. Trotzdem ist der Winterschlaf ein wichtiger Bestandteil im Leben der einheimischen Stacheltiere. Untersuchungen haben gezeigt, dass Igel, die k\u00fcnstlich vom Winterschlaf abgehalten werden (indem man sie den ganzen Winter \u00fcber indoor durchf\u00fcttert), im Fr\u00fchling deutlich mehr Probleme unterschiedlichster Art aufweisen als Igel, die normal Winterschlaf halten k\u00f6nnen. Dies f\u00fchrt zu einer sehr hohen Sterblichkeit von \u201ewarm \u00fcberwinterten\u201c Igeln.
Wenn Sie nun ab Mitte Oktober einen Jungigel finden, der weniger als 500 Gramm wiegt und Sie dem Tier helfen wollen, m\u00fcssen Sie sich als erstes mit einer Igelfachstelle (Igelstation oder Tierarzt) in Verbindung setzen. Je nach Gewicht und vorhandenen Optionen sollte er entweder indoor oder an Ort und Stelle \u2013 was f\u00fcr den Igel nat\u00fcrlich besser ist, da er in seiner vertrauten Umgebung verbleibt \u2013 auf die notwendigen 500 Gramm aufgef\u00fcttert werden.
Das gleiche gilt im Sp\u00e4twinter: Wenn ein Igel zu fr\u00fch aus dem Winterschlaf erwacht \u2013 in der Regel abgemagert und geschw\u00e4cht \u2013 und der Boden noch gefroren ist, \u00fcberlebt er nur durch Zuf\u00fctterung, bis der Fr\u00fchling Einzug h\u00e4lt und wieder gen\u00fcgend Futtertiere vorhanden sind.

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Kranker oder verletzter Igel gefunden \u2013 was tun?<\/h3><\/div><\/div>

Grunds\u00e4tzlich: Melden Sie sich bei einer Igelstation oder bei einem Tierarzt. Insbesondere, wenn der Igel sichtbare Verletzungen hat, ununterbrochen r\u00f6chelt oder hustet, hinkt oder andere Gangabnormalit\u00e4ten aufweist. Auch \u00fcberm\u00e4ssiger Zecken- oder Flohbefall, Milbenbefall, Befall mit Fliegeneiern oder -maden sowie breiig-d\u00fcnnfl\u00fcssiger Kot sind Anzeichen daf\u00fcr, dass der Igel tier\u00e4rztliche Hilfe ben\u00f6tigt. Ist ein Tier sehr schwer verletzt, bringen Sie es zum n\u00e4chsten Tierarzt, damit es nicht mehr l\u00e4nger leiden muss.
Nun gibt es auch Krankheitsanzeichen, die weniger eindeutig sind. Bereits erw\u00e4hnt ist die abgemagerte Gestalt, die auf einen chronischen Appetitverlust hindeutet. Wenn der Igel aber nur abgemagert ist, weil er zu wenig Futter fand (Winterhalbjahr, siehe oben) und ansonsten gesund ist, kann vor Ort eine Futterstelle eingerichtet werden. Ein anderes m\u00f6gliches Krankheitsanzeichen ist Tagaktivit\u00e4t \u2013 aber nicht jeder tagaktive Igel ist krank. Eventuell wurde der Igel an seinem Schlafplatz gest\u00f6rt und sucht sich ein anderes Versteck. Auch gesunde Jungigel sind ab und zu auf ihren ersten Ausfl\u00fcgen tags\u00fcber anzutreffen.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t

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Haben Sie jedoch den Verdacht, dass ein Igel krank oder verletzt ist, nehmen Sie ihn mit Handschuhen oder einem Tuch vorsichtig auf. Drehen Sie ihn in Ihrer Hand nun auf den R\u00fccken. Weitere Krankheitszeichen sind ein verminderter Einrollmechanismus, d.h. der Igel macht bei Ber\u00fchrung oder in Ihrer Hand keine klassische Igelkugel, sowie Unterk\u00fchlung, d.h. der Igelbauch f\u00fchlt sich deutlich k\u00e4lter an als Ihre Hand. Beim Einrollmechanismus ist zu erw\u00e4hnen, dass sich gesunde Jungigel oftmals nur halbpatzig einkugeln, weshalb dieses Kriterium wiederum nicht ganz eindeutig ist. Ein krankes adultes Tier ist hingegen in den meisten F\u00e4llen schon in einem sehr schlechten Zustand, wenn es sich nicht mehr richtig einkugelt.
In manchen F\u00e4llen macht es Sinn, einen Igel ausnahmsweise f\u00fcr eine Nacht mit nach Hause zu nehmen und zu f\u00fcttern (nat\u00fcrlich nur nach R\u00fccksprache mit einer Igelfachstelle). Da der Igel ein nachtaktives Tier ist, k\u00f6nnen Appetit und Aktivit\u00e4t nur nachts sicher beurteilt werden. Eindeutige Krankheitsanzeichen sind fehlender Appetit sowie verminderte oder fehlende n\u00e4chtliche Aktivit\u00e4t.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t

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Wie kann ich dazu beitragen, die Anzahl der \u00fcberfahrenen Igel zu verringern?<\/h3><\/div><\/div><\/div><\/div>

Der Igel leidet unter fortschreitendem Verlust geeigneter, naturbelassender Gr\u00fcnfl\u00e4chen und unter der Zerschneidung seines Lebensraums. Neben kleineren Hindernissen wie Mauern und Z\u00e4unen sind es vor allem die Strassen, die ihm das Leben erschweren. Oft stellen sie eine kaum \u00fcberwindbare Barriere dar. Wegen solcher Schranken kann der Igel benachbartes Gebiet nicht mehr erreichen. Es entstehen kleine isolierte Igelpopulationen, deren \u00dcberleben langfristig stark gef\u00e4hrdet ist.
Versuchen die Tiere trotzdem, die Strassen zu \u00fcberqueren, endet ihr Leben oft unter den R\u00e4dern eines Autos. In der Schweiz sterben auf diese Weise jedes Jahr Zehntausende von Igeln. Es trifft vor allem die M\u00e4nnchen w\u00e4hrend der Paarungszeit, die auf der Suche nach einem Weibchen oft jede Vorsicht vergessen.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t

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\u00a9 Igelzentrum Z\u00fcrich<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
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Fahren Sie vorausschauend und achten Sie gerade auch auf Strassen innerhalb von D\u00f6rfern und St\u00e4dten auf Igel, die die Fahrbahn \u00fcberqueren. Igel sind nacht- und d\u00e4mmerungsaktiv; fahren Sie den Sichtverh\u00e4ltnissen angepasst. Versuchen Sie nicht, einen Igel zwischen die R\u00e4der zu nehmen, das geht meistens schief. Wenn ein Igel die Strasse \u00fcberquert, geben Sie ihm, wenn immer m\u00f6glich, Zeit daf\u00fcr. Blenden Sie ihn nicht mit dem Fernlicht. Hupen bringt selbstverst\u00e4ndlich gar nichts, der Igel erschrickt, \u00fcberquert die Strasse deshalb aber nicht schneller! Bleibt ein Igel auf der Strasse sitzen, tragen Sie ihn in seiner Laufrichtung \u00fcber die Strasse und setzen ihn einige Meter vom Strassenrand entfernt vorsichtig ab.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t

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\u00a9 Thomas Marent<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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Was tun mit mutterlosen Igelbabys?

Im Schweizer Mittelland dauert die Babysaison der Igel von ca. Ende Mai bis September. Es kommt leider immer wieder vor, dass einer Igelin etwas zust\u00f6sst und mutterlose Igels\u00e4uglinge zur\u00fcckbleiben. Diese machen sich in vielen F\u00e4llen durch lautes Piepsen bemerkbar und krabbeln manchmal aus dem Nest heraus.
Angenommen, Sie treffen auf solche Igelbabys: Diese unterk\u00fchlen sehr rasch. Legen Sie daher eine mit lauwarmem Wasser gef\u00fcllte W\u00e4rmeflasche in eine Kartonschachtel und bedecken Sie die W\u00e4rmeflasche mit einem K\u00fcchentuch. Auf dieses warme \u201eWasserbett\u201c legen Sie dann die Igelbabys und decken sie mit einem weiteren K\u00fcchentuch vorsichtig zu.
Ab jetzt brauchen die Kleinen Hilfe durch Fachpersonen. Setzen Sie sich f\u00fcr das weitere Vorgehen so rasch wie m\u00f6glich mit einer Igelstation oder dem n\u00e4chsten Tierarzt in Verbindung.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t

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Grunds\u00e4tzliches zur richtigen Hilfestellung<\/h3><\/div><\/div><\/div><\/div>

Abschliessend sollen noch drei wichtige Grunds\u00e4tze festgehalten werden:
Der erste lautet: Es ist gesetzlich verboten, einen Igel einzufangen und nach Hause zu nehmen, ohne vorher Rat bei einer Fachstelle gesucht zu haben.
Der zweite wurde bereits angesprochen: Betreuung durch den Menschen bedeutet nicht zwingend, dass der Igel \u201ein Gewahrsam genommen\u201c werden muss. Falls m\u00f6glich, soll der Igel an seinem Standort in freier Natur belassen und dort vor Ort unterst\u00fctzt werden, z.B. indem man eine Futterstelle einrichtet oder dem Igel bei Winterbeginn ein Schlafhaus f\u00fcr den Winterschlaf zur Verf\u00fcgung stellt. Denn Igel sind sehr ortstreu und eng mit ihrem Lebensraum verbunden. Jede Zwangsumsiedlung verst\u00f6rt die Tiere zutiefst.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t

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\u00a9 Ramon Bachmann<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
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Der dritte Punkt betrifft nicht-fachkundige F\u00fctterung. Leider werden viele Igel permanent gef\u00fcttert, obwohl daf\u00fcr jeglicher Bedarf fehlt. Das F\u00fcttern von gesunden, vitalen Igeln ist falsch verstandene Tierliebe. Die Auswirkungen sind oft fatal. Der Igel ern\u00e4hrt sich von Insekten, W\u00fcrmern und anderen Kleinlebewesen. Mit keinem Ersatzfutter bekommt der Igel die Qualit\u00e4t an perfekt auf seine Bed\u00fcrfnisse abgestimmten Futterinhaltsstoffen, wie er sie in seinen nat\u00fcrlichen Beutetieren findet. K\u00e4ufliche Igelfutter eignen sich aufgrund ihrer Zusammensetzung als Alleinfutter in der Regel schon grad gar nicht.
Im Sp\u00e4therbst und im Winter gef\u00fctterte Igel gehen eventuell nicht in den Winterschlaf, was ihren nat\u00fcrlichen Lebenszyklus durcheinander bringt. Jungigeln, die gef\u00fcttert werden, nimmt man die Chance, das erfolgreiche St\u00f6bern nach und Erjagen von Futtertieren zu erlernen \u2013 womit sie vom Menschen abh\u00e4ngig werden und als Wildtiere langfristig nicht \u00fcberleben. Verschmutzte Futterstellen sind ein Risiko f\u00fcr Krankheits\u00fcbertragungen von Igel zu Igel. Usw.
Es gibt nur wenige Ausnahmesituationen, in denen die fachkundige, gezielte Zuf\u00fctterung eines Igels in Betracht gezogen werden darf: Wie oben beschrieben, ist die Unterst\u00fctzung im Zusammenhang mit dem Winterschlaf eine solche Situation, oder aber selbstredend das Aufziehen von Igels\u00e4uglingen, die anders nicht \u00fcberleben w\u00fcrden.<\/p>

Links:
Igelzentrum Z\u00fcrich<\/a>
Brosch\u00fcre Igelfreundlicher Garten<\/a>
H\u00e4ufige Fragen<\/a>
Beurteilung des Igels<\/a>
Erste Massnahmen<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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