{"id":9719,"date":"2020-06-08T13:53:35","date_gmt":"2020-06-08T11:53:35","guid":{"rendered":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/?p=9719"},"modified":"2022-09-15T14:29:42","modified_gmt":"2022-09-15T12:29:42","slug":"tschirkys-naturnaher-garten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/tschirkys-naturnaher-garten\/","title":{"rendered":"Wo auf der Allmend die M\u00f6nchsgrasm\u00fccken baden"},"content":{"rendered":"\t\t
Ich musste nicht lange suchen, um zu erkennen, wo Monika und Pius Tschirky wohnen: Im Haus mit der riesigen Kletterrose beim Eingang. Spontan bin ich schnell auf die Allmend hochgeradelt, um die Bl\u00fctenpracht noch vor dem grossen Regen zu sehen. Unz\u00e4hlige weisse, herrlich duftende Bl\u00fcten schm\u00fccken die Einfahrt und zahlreiche Insekten sammeln hier emsig Nektar und Pollen. Wie gut, dass sie hier im Garten auch Nistpl\u00e4tze finden. Verschiedene Wildbienenhotels stehen auf der Fensterbank neben dem Sitzplatz. Da Wildbienen nicht stechen, muss man sich keine Sorgen machen und kann die Tiere aus n\u00e4chster N\u00e4he beobachten.<\/p>\n
<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Beobachten und F\u00f6rdern was da ist<\/strong><\/p>\n Auch in der Holzbeige haben sie einige angebohrte H\u00f6lzer platziert. Hier haben sie beim Holzholen letzten Winter drei\u00a0Rauhaut-Flederm\u00e4use<\/a>\u00a0gefunden. Wie tiefgefroren seien sie gewesen, aber lebend. Sie haben sich Rat bei Andres Beck, dem Fledermausbeauftragten des Kantons, geholt und die Flederm\u00e4use in eine andere Holzbeige umgesiedelt. Darauf hat Pius Tschirky aus alten Weinkisten zwei Fledermausk\u00e4sten gebaut.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Die Tschirkys beobachten und unterst\u00fctzen das, was sie entdecken. So haben sie beispielsweise bemerkt, dass sie die meisten Blindschleichen auf der Ostseite des Hauses sehen. Deswegen haben sie dort zus\u00e4tzlich einige Steine und Bretter hingelegt, worunter sich die Blindschleichen verkriechen k\u00f6nnen.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Efeu ist \u00f6kologisch wertvoll, da er zu anderen Zeiten bl\u00fcht und Fr\u00fcchte tr\u00e4gt<\/strong><\/p>\n In einer Ecke thront ein Birnbaum, der \u00e4lter als das Haus ist. Oder m\u00fcsste ich besser sagen: Da thront ein Efeu? Der Efeu hat den Baum f\u00fcr sich eingenommen. Dieser kann gerade noch seine \u00c4ste rausstrecken, um etwas Sonnenlicht abzubekommen. Efeu ist \u00f6kologisch sehr wertvoll, weil er im Herbst bl\u00fcht und im Fr\u00fchjahr Beeren tr\u00e4gt. Viele Insekten und V\u00f6gel profitieren von diesen Bl\u00fcten und Beeren in Zeiten, wo diese an anderen Pflanzen wenig vorkommen. Tschirkys haben jetzt weniger Mostbirnen, daf\u00fcr ein dichtes Ge\u00e4st, wo sich Gr\u00fcnfinken, M\u00f6nchsgrasm\u00fccken und Amseln wohlf\u00fchlen. Als Mitglied des NAVO Baden<\/a> freut das Pius Tschirky ganz besonders.<\/p>\n <\/p>\n Nicht alle Mitglieder der M\u00f6nchsgrasm\u00fcckenfamilie trauen sich ins Wasser<\/strong><\/p>\n Im Sommer bildet das Vogelbad im Staudenbeet einen wahren Hotspot f\u00fcr V\u00f6gel. Den eindr\u00fccklichsten Besuch haben sie von einer achtz\u00e4hligen M\u00f6nchsgrasm\u00fcckenfamilie erhalten. \u201eEs war lustig zu beobachten: Wir konnten ganz unterschiedliche Charaktere ausmachen. W\u00e4hrend die einen schon lange plantschten, sassen andere immer noch z\u00f6gerlich am Rand\u201c, erz\u00e4hlt Pius Tschirky. Gerade in Trockenheitsperioden sind Tr\u00e4nken im Garten eine wichtige Wasserquelle f\u00fcr Wildtiere. Wie Sie eine Insektentr\u00e4nke basteln, erfahren Sie in diesem Artikel<\/a> auf dem Umweltblog.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Pflanzen versamen zu lassen bringt sch\u00f6ne \u00dcberraschungen<\/strong><\/p>\n Monika Tschirkys Freude an den Pflanzen sp\u00fcre ich. Als Kind hat sie im Nutzgarten ihrer Mutter mitgeholfen \u2013 nicht immer freiwillig. Die Liebe zum G\u00e4rtnern ist trotzdem h\u00e4ngen geblieben und als sie dann ihren eigenen Garten hatte, konnte diese Liebe wieder aufbl\u00fchen.<\/p>\n Sie erz\u00e4hlt, dass sie Pflanzen gerne versamen l\u00e4sst. Das nennt man\u00a0\u201eBlackbox Gardening\u201c<\/a>. So gibt es immer wieder \u00dcberraschungen. Durch Versamen w\u00e4chst alles da, wo der Standort am besten passt. \u201eEs kommt einfach nicht alles da, wo ich will\u201c, schmunzelt Monika Tschirky.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Damit Blumen versamen k\u00f6nnen, muss man sie stehen lassen, bis die Samen reif sind. Bei Tschirkys wird der Garten daher erst im Fr\u00fchling zur\u00fcckgeschnitten. Das hat viele weitere Vorteile<\/a>: Insekten k\u00f6nnen in Pflanzenstengeln \u00fcberwintern und V\u00f6gel sind im Winter dankbar, an den Samenst\u00e4nden noch ein paar Samen zu finden.<\/p>\n <\/p>\n Einen perfekten Rasen m\u00f6chten wir nicht mehr<\/strong><\/p>\n Ihr Garten ist ein Mix aus alt und neu. Es stehen noch einige Zierstr\u00e4ucher ihrer Vorg\u00e4nger. Fr\u00fcher haben sie nicht viel \u00fcber naturnahes G\u00e4rtnern gewusst. Je l\u00e4nger je mehr versuchen sie, ihren Garten naturn\u00e4her zu gestalten. So finden im Staudenbeet immer mehr einheimische Pflanzen ihren Platz. Auch bew\u00e4ssern sie den Rasen nicht mehr und m\u00e4hen ihn seltener. Dadurch ist er vielf\u00e4ltiger geworden und so gef\u00e4llt er ihnen besser. Die Margeriten, welche Monika Tschirky einmal am Rand gesetzt hatte, konnten sich in der Wiese ausbreiten. Und auch wenn der Rasen im Sommer mal braun ist, wird er bei Regen bald wieder gr\u00fcn.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Mission B liefert\u00a010 Tipps f\u00fcr einen naturnahen Garten<\/a><\/p>\n Auf\u00a0naturimgarten.ch<\/a>\u00a0finden Sie viele Links und Infos, wie Sie Ihren naturnahen Garten planen und gestalten.<\/p>\n<\/div>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Bei einem Glas selbstgemachtem Holunderbl\u00fctensirup liessen wir meinen Besuch ausklingen. Danach sauste ich mit einem L\u00e4cheln auf den Lippen wieder in die Stadt hinunter.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Schauen Sie sich auch noch die anderen G\u00e4rten an, wo ich zu Besuch war:<\/p>\n Wo in Ennetbaden die Ameisenl\u00f6wen wohnen<\/a> Monika und Pius Tschirky haben keinen reinen Naturgarten. Trotzdem bieten sie mit Nistpl\u00e4tzen f\u00fcr V\u00f6gel und Insekten, mit…<\/p>\n","protected":false},"author":27,"featured_media":20143,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[80,44,96],"class_list":["post-9719","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachhaltig-leben","tag-baden","tag-biodiversitaet","tag-naturgarten"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9719","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/27"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9719"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9719\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21325,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9719\/revisions\/21325"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20143"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9719"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9719"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9719"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
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LUST, DEN EIGENEN GARTEN AUCH NATURNAH ZU GESTALTEN?<\/h2>\n
Wo im Ziegelhau die Fr\u00f6sche quaken<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"