{"id":9784,"date":"2020-06-09T08:49:26","date_gmt":"2020-06-09T06:49:26","guid":{"rendered":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/?p=9784"},"modified":"2022-11-08T11:12:19","modified_gmt":"2022-11-08T10:12:19","slug":"schildkroeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/umweltblog.baden.ch\/schildkroeten\/","title":{"rendered":"Amerikaner schwimmen in den D\u00e4ttwiler Weihern"},"content":{"rendered":"\t\t
Die Schildkr\u00f6ten vom D\u00e4ttwiler Weiher haben schon \u00f6fter Erstaunen ausgel\u00f6st. Gibt es in der Schweiz \u00fcberhaupt einheimische Schildkr\u00f6ten?<\/p>\n
JA: die Europ\u00e4ische Sumpfschildkr\u00f6te Emys orbicularis. <\/em><\/a>Ihr Panzer wird um die 15cm lang. Typisch sind die auff\u00e4lligen gelben Flecken am K\u00f6rper. Die Europ\u00e4ische Sumpfschildkr\u00f6te ist selten. Fr\u00fcher wurde sie bejagt und gehandelt. Genetische Untersuchungen zeigen, die heute in der Schweiz lebenden Tiere nicht von urspr\u00fcnglichen Populationen abstammen. Die meisten Europ\u00e4ischen Sumpfschildkr\u00f6ten in Schweizer Gew\u00e4ssern d\u00fcrften also ausgesetzt oder gefl\u00fcchtet sein.<\/p>\n <\/p>\n <\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t Vom Verbreitungsgebiet her w\u00e4re es also m\u00f6glich, dass auch im D\u00e4ttwiler Weiher Europ\u00e4ische Sumpfschildkr\u00f6ten leben.<\/p>\n ABER: mit grosser Wahrscheinlichkeit hat Frau Stettbacher\u00a0Rotwangen-Schmuckschildkr\u00f6ten\u00a0Trachemys scripta elegans<\/em><\/a>\u00a0beobachtet. Sie sind deutlich gr\u00f6sser als ihre einheimischen Verwandten. Kopf und Hals sind gelb gestreift, und hinter dem Auge leuchtet ein auff\u00e4lliger roter Streifen. Diese nordamerikanische Wasserschildkr\u00f6te wurde f\u00fcr den Heimtierhandel massenhaft in die Schweiz importiert. Viele Tiere landeten fr\u00fcher oder sp\u00e4ter illegalerweise in Schweizer Gew\u00e4ssern \u2013 so auch in den D\u00e4ttwiler Weihern. Die meisten in der Schweiz beobachteten Schildkr\u00f6ten geh\u00f6ren zu dieser Art. Sie k\u00f6nnen auch in unserem Klima Jahrzehnte \u00fcberleben. Bis heute gibt es aber keine Nachweise daf\u00fcr, dass sie sich bei uns fortpflanzen.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Ein sch\u00f6n gestaltetes Nachschlagewerk \u00fcber die Reptilien und Amphibien der Schweiz:\u00a0Auf Schlangenspuren und Kr\u00f6tenwegen, Haupt Verlag 2014<\/a><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t
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Mehr zu Amphibien und Reptilien<\/h2>\n