Seit fünf Jahren verfügt die Stadt Baden über ein Energieförderprogramm für erneuerbare Energien. Finanzielle Beiträge für den Ersatz von fossilen Heizungen durch Fernwärme und Wärmepumpen sowie für die erneuerbare Stromproduktion mit Photovoltaik-Anlagen stehen im Zentrum. Aber nicht nur: Es gilt auch die noch verbliebenen Elektroheizungen zu ersetzen. 

Bis vor ca. 35 Jahren wurden auch im Versorgungsgebiet der Regionalwerke AG Baden (RWB) in Wohnhäusern elektrische Widerstandsheizungen installiert. Mittlerweile ist die Technologie der Elektroheizung veraltet und Strom wird zunehmend zu einem knappen Gut. Elektroheizungen sind sehr ineffizient und verbrauchen drei bis fünf Mal mehr Strom als eine Wärmepumpe. Eine Elektroheizung benötigt 10 Kilowattstunden (kWh) Strom, um 10 kWh Wärme zu erzeugen. Eine Wärmepumpe hingegen benötigt nur 2,5 bis 3,3 kWh Strom und 6,7 bis 7,5 kWh kostenlose Umweltwärme aus der Luft oder dem Erdreich.

Effiziente Nutzung des Stroms

Obwohl in den letzten Jahrzehnten bereits viele Elektroheizungen ersetzt wurden, machen die verbliebenen Heizungen immer noch 4–5 Prozent des gesamten Schweizer Stromverbrauchs aus. Das ist gerade im Winterhalbjahr im Hinblick auf die Versorgungssicherheit problematisch. Wärmepumpen dagegen sind viel effizienter als Elektroheizungen, nutzen Energie aus einheimischen und erneuerbaren Quellen und sind um ein Vielfaches günstiger im Betrieb.

Erhöhung der Förderbeiträge 

Elektrische Widerstandsheizungen können durch Wärmepumpen oder Anschlüsse an Fernwärmenetze ersetzt werden. Für diese neuen Heizsysteme gibt es Förderbeiträge. Im Falle eines Einfamilien- oder kleinen Mehrfamilienhauses sind es bis CHF 10‘000.– aus den Förderprogrammen des Kantons und der Stadt Baden.

Beim Ersatz mehrerer elektrischer Heizkörper oder Fussbodensystemen in verschiedenen Räumen ist der Umbau wegen der fehlenden Wärmeverteilung (Heizkörper oder Fussbodensysteme) sehr aufwändig. Deshalb gibt es seit Anfang 2025 zusätzliche und somit deutlich höhere Förderbeiträge als bisher.

Für den Einbau eines neuen Wärmeverteilsystems  – zusätzlich zum Betrag für die Wärmepumpe oder den
Fernwärmeanschluss – bezahlen der Kanton und die Stadt Baden zusammen pauschal CHF 22‘500.– pro Objekt. Bei mehr als 250 m2 Energiebezugsfläche sind es CHF 90.–/m2.

Ersatz der Elektroheizungen bleibt eine Herausforderung

Es ist aus baulicher und finanzieller Sicht trotz Förderbeiträgen aufwändig in einem bestehenden Gebäude die elektrische Widerstandheizung zu ersetzen. Wir haben deshalb eine Informationsbroschüre geschrieben. Diese zeigt die häufigsten Ausgangslagen und die zur Verfügung stehenden Lösungen auf. Dazu werden Kosten, Förderbeiträge, sowie Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten aufgezeigt. 

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Förderbeiträge: www.baden.ch/energiefoerderung

Da es per Anfang 2026 bei den Förderbeiträgen keine Änderungen gab, findet sich im folgenden Artikel ein aktueller Überblick: Energieförderprogramm Baden 2025.

Teilen