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Wohngebäude energetisch sanieren – so kommen wir vorwärts!

Die Stadt Baden fördert energetische Gebäudesanierungen. Die Angebote werden zwar genutzt, aber noch nicht im erforderlichen Ausmass. Wie die Erneuerungsrate gesteigert werden kann, untersucht nun ein Forschungsprojekt.  Baden ist eine von vier teilnehmenden Gemeinden.

Es ist längst bekannt, dass mehr saniert werden muss, damit der Energieverbrauch des Gebäudeparks sich deutlich verringert und fit wird für die Zukunft. Trotzdem passierte dies bisher nicht im notwendigen Umfang. Ein anfangs 2021 lanciertes Forschungsprojekt soll Abhilfe schaffen. Es untersucht, ob die Erneuerungsrate durch Kommunikation und Partizipation gesteigert werden kann. Dazu bringt es Eigentümerschaften mit Fachleuten zusammen. Gemeinsam sollen sie Sanierungsprojekte anstossen.

Dachdecker

Ein energetisch saniertes Dach senkt den Energieverbrauch des Gebäudes erheblich (Bild: pixabay).

Baden ist eine von vier teilnehmenden Gemeinden

Im vom Bundesamt für Energie mitfinanzierten Forschungsprojekt spannt Intep – Integrale Planung GmbH – aus Zürich mit vier Schweizer Gemeinden zusammen. Neben der Stadt Baden gehören auch Winterthur, Glarus und Bernex/Confignon (Kanton Genf) zu den Vorreiterinnen. An allen Standorten werden ausgewählte, vorwiegend private Eigentümerschaften von Wohngebäuden zur Teilnahme am Projekt eingeladen. Die Auswahl erfolgte aufgrund von einer umfassenden und anonymen Datenanalyse. Diese zeigte, bei welchen Gebäuden ein grosses Potenzial für energetische Sanierungen vorhanden ist. In Baden wurde die Analyse auf die Stossrichtungen des Raumentwicklungskonzepts und der angelaufenen Gesamtrevision der Nutzungsplanung abgestimmt.

Jedes Jahr wird nur etwa ein Prozent der Gebäude in der Schweiz erneuert. Das geht zu wenig schnell! Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, sollte die Rate verdoppelt werden. Mit dem Forschungsprojekt möchten wir aufzeigen, dass Partizipation und Kommunikation dabei Schlüsselgrössen sind.

700 Badener Wohngebäude weisen grosses Potenzial auf

Ab Mitte August 2021 haben die Eigentümerschaften von rund 700 Wohngebäuden in Baden einen Brief erhalten. Sie wurden gefragt, welche Arten von energetischen Sanierungsmassnahmen für sie interessant sind und zu einem Vermittlungsanlass am 2. November 2021 eingeladen. Dort können sie sich mit Fachleuten – Architektinnen und Architekten, Projektentwicklern, Generalunternehmen und Energieberatenden – austauschen und Erneuerungskonzepte entwickeln. Ziel des Projekts ist es, dass möglichst viele konkrete Konzepte entstehen und auch umgesetzt werden. Die Eigentümerschaften können von einer Beratung zu Erneuerungsmassnahmen wie Heizungsersatz (z. B. Wärmeverbund, Fernwärme), energetische Hüllensanierung (Fassade, Dach oder Fenster) oder Erweiterung durch Aufstockung oder Ersatzneubau profitieren.

Ein Marktplatz bringt Eigentümer und Fachleute zusammen

Damit sich Eigentümerschaften und Fachleute finden, klärt Intep ihre Interessen und Angebote vorgängig ab und bildet Gruppen. Am Vermittlunganlass selbst lernen sie sich dann auf einem „Marktplatz“ kennen und führen in Ruhe direkte Gespräche. Ziel ist, dass sich möglichst viele Paare finden, welche gemeinsam an einer Sanierungsstrategie arbeiten wollen. Vielleicht treffen sich auch Nachbarn mit gleichen Interessen und setzen gemeinsam Projekte in Gang!

Bereits über 70 Eigentümerschaften und rund 20 Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen sind angemeldet. Das wird ein spannendes Treffen am 2. November!

Möchten Sie mehr darüber wissen?

Hier erfahren Sie mehr über das Forschungsprojekt: Projektwebseite von intep

Alle Angebote des Badener Energieförderprogramms: Energieförderung Stadt Baden

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