Umweltblog

Die Aargauische Kantonalbank unterstützt den Badener Wald und die Badener Umweltwochen

Die Aargauische Kantonalbank ist seit vielen Jahren Ökosponsoring-Partner für das Naturwaldreservat Teufelskeller im Badener Wald und im 2019 Sponsor für die Badener Umweltwochen 2019. Im Interview mit Marc Hunsperger (AKB) erfahren wir, warum das so ist.

Herr Hunsperger, dass sich die AKB für den Badener Wald und die Badener Natur einsetzt, ist nicht neu. Die AKB ist seit 1997 Waldsponsor für das Naturwaldreservat Teufelskeller. Zudem hat sie den Badener Geopfad unterstützt und ist 2019 Sponsor der Badener Umweltwochen 2019 zum Thema Nachhaltigkeit.

Was bewegt die AKB, den Badener Teufelskeller schon seit so vielen Jahren zu unterstützen?

Der Wald hat in unserer Gesellschaft eine zentrale Bedeutung. Einerseits produziert er umweltfreundlich und einfach zugleich den Rohstoff Holz. Daneben schützt er unsere Lebensgrundlagen, bietet den Menschen Erholungsraum, Tieren und Pflanzen den notwendigen Lebensraum.

Welchen Bezug haben Sie zur Badener Natur und was sind Ihre eindrücklichsten Erlebnisse?

Ich verbringe meine Freizeit regelmässig in der Badener Natur, sei es bei Spaziergängen oder beim Joggen. Immer wieder kommt es zu bleibenden Erlebnissen und Begegnungen mit Menschen und Tieren. Ich erinnere mich noch gut an einen Sonntagsspaziergang mit meiner Frau, als wir im Wald zwei kleinen Fuchsbabies am Wegrand begegneten. Sie lagen einfach nur da, hatten keine Furcht und schauten uns nur «gwunderig» an.

Auch durften wir Dank unseres Waldsponsorings mit der Aargauischen Kantonalbank in Zusammenarbeit mit dem Stadtforstamt Baden mehrere Kundenanlässe im Teufelskeller durchführen. Jedes Mal ein unvergessliches Erlebnis.

Naturwaldreservat Teufelskeller

Im Teufelskeller wird auf einer Reservatsfläche von 70 ha auf jegliche forstliche Nutzung verzichtet. Auf diese Weise entsteht ein Paradies für Tiere und Pflanzen, in bester Nähe und Erreichbarkeit vom Zentrum der Stadt Baden.

Am Osthang des Baregg, dem nördlichsten Ausläufer des Heitersbergs, liegt das Felssturzgebiet des Teufelskellers. Dieser urtümliche Ort mit Felsen von bis zu 20 m Höhe und 30 m Länge und imposanten Baumriesen mit Höhen bis zu 50 m bildet eine eindrückliche Landschaft.

Auf der Westseite der Bareggkrete sind 20 ha Wald vom Westwind-Orkan Lothar am 26. Dezember 1999 zerstört worden. Hier ist eine natürliche Wiederbewaldung ohne menschliche Eingriffe zu beobachten. Bereits 1987 hat die Ortsbürgergemeinde Baden dieses Gebiet zum Naturwaldreservat erklärt.

Mehr zum Badener Wald sowie zu Wanderungen durch den Teufelskeller und wie dieser zu seinem sagenumwobenen Namen kam, erfahren Sie hier.

Naturwaldreservat Teufelskeller

Naturwaldreservat Teufelskeller

Gibt es Parallelen, respektive eine Vergleichbarkeit zwischen dem Bankenwesen und dem Wald? Und wenn ja, welche sehen Sie?

Da bestehen durchaus Vergleichbarkeiten. Beide haben verschiedene Anspruchsgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Erwartungen. Bei einer Bank sind das beispielsweise Eigentümerschaft, Kundinnen, Mitarbeiter und Geschäftspartner – beim Wald sprechen wir von der Forstwirtschaft und der Jagd die für die Wahrung des ökologischen Gleichgewichts sorgen aber auch von der Zivilbevölkerung die den Wald mehr denn je als Naherholungsbiet nutzt.

Für beide gilt, mit den Ressourcen schonend umzugehen. Für einen langfristigen Erfolg ist die Pflege guter Beziehungen und ein respektvoller Umgang grundlegend.

An Natur und Landschaft steckt oft kein Preisschild. Sie erfüllen für unser menschliches Wohlbefinden und die Artenvielfalt Aufgaben, die kaum monetär zu beziffern sind. Was sagen Sie als Banker dazu? Ist es Fluch oder Segen, dass es Dinge gibt, deren Wert man in Geld nicht aufwiegen kann?

Das ist natürlich ein Segen. Stellen Sie sich vor, ein Sonntagsspaziergang im Wald müsste finanziell abgegolten werden. Die Gefahr besteht allerdings, dass eine kostenfreie Natur als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Und was nichts kostet, wird nicht sorgfältig behandelt. Ich bin jeweils schockiert, wie viel Abfall in Wald und Wiesen herumliegt. Das ist ein gesellschaftliches Problem, das unbedingt gelöst werden muss. Es braucht ein Umdenken und die Überzeugung, dass die Natur unsere schützenswerte Lebensgrundlage ist.

Die Badener Umweltwochen 2019 setzen sich mit dem Thema der Nachhaltigkeit auseinander.
Was hat die AKB motiviert diese Umweltwochen der Stadtökologie zu unterstützen?

Auch die Aargauische Kantonalbank setzt sich stark mit diesem Thema auseinander. Wir setzen auf ein nachhaltiges Wachstum, das auf Sicherheit, Kundennähe sowie auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen basiert und wir sind bestrebt unsere Anstrengungen diesbezüglich auch in Zukunft noch weiter zu vertiefen.

Für mich persönlich bedeutet Nachhaltigkeit vor allem, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig Wirtschaften bedeutet, dass wir unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

Banken und Nachhaltigkeit ist gerade ein aktuelles Thema. Welche nachhaltigen Projekte verfolgt die AKB?

Die AKB setzt in allen drei Säulen der Nachhaltigkeit – der Ökonomie, der Ökologie und im Sozialen – teils seit vielen Jahren verschiedene Projekte um. Aktuell erarbeiten wir die Voraussetzungen zur Emission eines „Green Bonds“ – also in eine Anleihe, deren Mittel ausschliesslich für Umweltthemen eingesetzt werden. Bei der Haustechnik, bei Neubauten und Sanierungen suchen wir nach Lösungen, die zu Einsparungen bei Energie und fossilen Brennstoffen führen. Im sozialen Bereich tragen Themen wie Lohngleichheit, Gesundheitsförderung oder Weiterbildungsmöglichkeit dazu bei, dass sich die AKB als attraktive Arbeitgeberin im Markt präsentieren kann.

Stadtforstamt und Stadtökologie Baden danken Herrn Hunsperger und der Aargauischen Kantonalbank für die langjährige Partnerschaft und Unterstützung und selbstverständlich für dieses Interview.

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