Umweltblog

Ein Kartonelefant fürs Klima!

Klimaaktvistinnen und -aktivisten haben die Kartonsammlung in Brugg genutzt, um mit einem riesigen, selbst gebastelten Elefanten auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Klimaaktivistin und Projektverantwortliche Alexandra Neumann erzählt:

Montag Abend, 16. September 2019, Cordulaplatz in Baden: Zu welcher Partei wir gehören oder zu welcher Organisation, werden wir mehrmals gefragt, als ich und meine Freunde einen lebensgrossen Kartonelefanten bauen. Er trägt die Aufschrift: „Die Wahlen sind eine riesige Chance für das Klima“. Zu keiner Partei, antworte ich jeweils. Ich hatte diese Idee schon vor längerer Zeit. Die Klimajugend hat mir dann zwar dabei geholfen, diese auszureifen, aber wir sind einfach eine Gruppe von Freunden. Solche, die sich wie so viele andere sehnlichst eine aktive und zielführende Klimapolitik wünscht.

Ich bin meinen Freundinnen und Freunden für ihren Einsatz tief dankbar. Und während wir als fröhliche Gruppe das Holzgerüst des Elefanten mit Karton verkleiden, haben wir einen riesen Spass. Stimmig begleitet von den wundervollen Klängen des öffentlichen Klaviers in der Schulhausplatzpassage.

Die Passanten freuen sich über die Aktion, bleiben stehen, fotografieren sich vor dem Elefanten. Manche öffnen ihr Herz und erzählen von ihren Sorgen. Andere werden inspiriert und verzieren den Kopf des Elefanten. Eine ganze Kindergartengruppe spaziert vorbei, und jedes einzelne Kind streichelt dem Elefanten lieb den Bauch. Am Donnerstagabend, dem 19. September wurde die Skulptur bereits wieder abgebaut. Der Werkhof holte den Karton ab, damit er dem Recycling zugeführt werden konnte.
Am 20. Oktober finden Wahlen statt. Wenn Sie das Wahlrecht haben, nutzen Sie diese grossartige Chance, um etwas für das Klima zu tun. Und für die Jugend, die diese Möglichkeit noch nicht hat.

 

Klimaaktivistin Alexandra Neumann vor ihrem selbstgebauten Klimaelefanten aus Karton. Bild: Alexandra Neumann

Unser Projekt:

Der Klimawandel ist eine grosse Herausforderung. Wäre er ein Tier, dann würde ein Elefant das Ausmass des Problems wohl am ehesten veranschaulichen. Doch trotz der gigantisch grossen Herausforderungen, ziehen es immer noch viele Menschen vor, den Kopf in den Sand zu stecken und fröhlich weiter zu konsumieren – was die Kartonberge jeden Monat veranschaulichen.

Diesen Menschen wollen die Aktivistinnen und Aktivisten mit ihrem Elefanten, den sie in vielen Stunden Arbeit gefertigt haben, zurufen, dass es Zeit ist, zu handeln. Jetzt! Oder spätestens bei den Wahlen am 20. Oktober. Denn die Wahlen sind die grosse Möglichkeit, Weichen zu stellen. Ein klimafreundliches Parlament kann viel bewegen für eine klimafreundliche Schweiz. Wenn diese denn ihre Verantwortung für das eigene Land und den Rest der Welt wahrnimmt und sich an das von ihr ratifizierte Klimaziel von Paris hält.

Die Botschaft des Klimaelefanten wirkt fast noch dringlicher bei Nacht. Bild: Alexandra Neumann

Der Elefant mag ein gemächliches Tier sein und Gemächlichkeit ist bei Massnahmen gegen den Klimawandel gerade nicht gefragt. Aber der Elefant gilt auch als ein sehr kluges, sensibles Tier – Eigenschaften, die die Wählerinnen und Wähler am 20. Oktober unbedingt brauchen. Auf dass diese Welt nicht in Karton und anderem Müll versinkt, sondern es weiterhin Platz hat für alle Kreaturen gibt. Für die kleinen, wie etwa die arg bedrohten Insekten wie auch für die grossen, wie etwa die klugen Elefanten und Menschen, denen doch in der Regel viel Vernunft nachgesagt wird.

Der Kartonelefant weist auf die Wahlen vom 20 Oktober hin. Bild: Alexandra Neumann

Ein Strassenkünstler hat sich spontan von der Skulptur inspirieren lassen und diese liebevoll mit Zeichnungen verziert. Bild: Alexandra Neumann.

Der Elefant war bis Donnerstagabend, 19. September auf dem Cordulaplatz in Baden zu sehen. Bilder: Alexandra Neumann

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