Umweltblog

Immergrüne Hirschzunge im Winterwald

Speziell im Winter sind die grün glänzenden Blätter der Hirschzungen gut sichtbar im Naturreservat Teufelskeller, das zur Zeit von Gelb- und Grüntönen dominiert wird.

Zu den ältesten Pflanzen unserer Erde gehören die Farnpflanzen. Zu dieser Familie gehört auch die Hirschzunge. Durch ihre glatte Form und die immergrünen, glänzenden Blätter, die bis 45 cm lang hoch werden, ist sie leicht zu erkennen und gut von anderen Arten von Farnen zu unterscheiden. Diese weisen meist gefiederte Wedel auf. Die jungen Blätter der Hirschzunge im Frühling sind hellgrün. Die länglichen braunen Streifen auf der Unterseite der Blätter enthalten Sporen, die der Verbreitung der Pflanzen dienen. Der Hirschzunge reichen oft schmale Spalten, um Wurzeln und neue Pflanzen zu bilden.

Hirschzungen wachsen auf humusreicher Erde an kalkhaltigen Felsen, in schattig-feuchter Lage. In Baden sind sie im Teufelskeller und am Unterwilerberg zu finden. Die Hirschzunge ist in der ganzen Schweiz geschützt.

Schon im Mittelalter wurde die Hirschzunge als pflanzliches Heilmittel genutzt gegen Husten, bei Leberkrankheiten und als Entzündungshemmer bei Wunden. Ebenso bewährte sie sich bei nervösen Beschwerden. In der modernen Naturheilkunde hat diese Pflanze keine grosse Bedeutung mehr.

Achten Sie sich beim nächsten Spaziergang im Teufelskeller auf die immergrüne Hirschzunge.

Für Interessierte:

Naturwaldgarten
Durch den Teufelskeller mit der Stadtoberförsterin

BadenBadener WaldBiodiversitätNachhaltigkeitNaturschutzNaturwaldWald