Umweltblog

Das Martinsberg-Chänzeli erstrahlt in altem Glanz

Mitte Mai 2022 erhielt das Martinsberg-Chänzeli einen neuen Anstrich. Zudem wurde die morsche Geländerabdeckung des etwas in die Jahre gekommenen Chänzelis erneuert. Die Renovationsarbeiten wurden von einer initiativen Gruppe der Partei ‚Die Mitte‘ unter Leitung des ehemaligen Stadtrats Kurt Wiederkehr getätigt. Jedes Jahr macht diese Gruppe einen gemeinnützigen Arbeitseinsatz zur Verschönerung des Waldes.

Das Martinsberg-Chänzeli sollte möglichst originalgetreu hergerichtet werden und wieder im selben Glanz erstrahlen wie vor 150 Jahren. Die morschen Geländerabdeckungen wurde durch neue Bretter aus Lärchenholz ersetzt. Die Abdeckungen wurden von der Schreinerei Peterhans Schibli & Co AG in Fislisbach massgefertigt. Für den Anstrich wurden keine Mühen gescheut, um den Orginalfarbton des Pavillions zu eruieren.

Obsternte

Das Chänzeli vor und nach der Renovation (Bilder: Kurt Wiederkehr)

Obsternte

Das Martinsberg-Chänzeli befindet sich auf dem höchsten Punkt des Martinsbergs (497m ü. M.) und ist ein Teil der Badener Chänzeli-Tour. David Hess erwähnte den Martinsberg mit seiner schönen Aussicht auf Baden zum ersten Mal in „Die Badenfahrt“ im Jahr 1818. Etwas später wurde auf dem Martinsberg ein Chänzeli errichtet, um die schöne Aussicht zu geniessen. Es entstand etwa 1840. 1861 schrieb Dr. med. Carl Diebold: «In dieser Höhe wurde vor einigen Jahren ein mit Ruhebänken versehener Pavillon gebaut» (Quelle: „Baden in der Schweiz“, Dr. med. C. Diebold).

In fröhlicher Stimmung machte sich die tatkräftige Gruppe der Partei „Die Mitte“ an die Renovationsarbeiten des altehrwürdigen Martinsberg-Chänzelis. Das Stadtforstamt Baden unterstützte den Anlass mit frischen Gipfeli. Auch Stadtamman Markus Schneider stattete der fleissigen Gruppe einen Besuch ab.

Bei diesem prächtigen Frühlingswetter steht der frische Anstrich dem Chänzeli besonders gut. Unsere Gruppe macht den Badener Wald jedes Jahr ein bisschen schöner. Sogar die Ameisen haben das neue Chänzeli schon wieder in Beschlag genommen.

Kurt Wiederkehr

Die Ameisen liessen sich von den Malerarbeiten am Chänzeli nicht beeindrucken. Nach einem kurzen Unterbruch ihrer Ameisenstrasse durch den nassen Anstrich setzten sie ihr emsiges Treiben über die noch frische Farbe nach oben ins Dachgebälk des Pavillons fort.

Das Stadtforstamt Baden dankt der initiativen Gruppe für ihre wertvolle Arbeit.

Die Ranzzeit der Füchse dauert von Dezember bis Februar. Dann herrscht auch in der Langmatt Hochbetrieb.

Renovation des Martinsberg-Chänzelis (Bilder: Kurt Wiederkehr)

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