Wärmebildaufnahme des Schlossbergplatzes mit Darstellung der Oberflächentemperaturen. Warme Bereiche erscheinen Gelb, kühlere Flächen Violet Wo Baden glüht: Wärmebilder zeigen die Hitze in der Stadt
Wie stark heizen sich Strassen und Plätze an einem Sommertag auf? Wärmebilder aus der Luft machen die Unterschiede sichtbar. Auf einzelnen Asphaltflächen wurden Oberflächentemperaturen von bis zu 60 Grad gemessen. Die Aufnahmen zeigen auch: Bäume und Schatten tragen wesentlich zu einem angenehmeren Stadtklima bei.
Am 29. Juli gegen 17 Uhr lag die Lufttemperatur in Baden bei rund 35 Grad Celsius. Mit einer Drohne und einer Infrarotkamera wurden zu diesem Zeitpunkt verschiedene Bereiche der Stadt aus der Luft aufgenommen.
Die Kamera erfasst die Wärmestrahlung von Oberflächen mittels Infrarot und macht so Unterschiede in der Oberflächentemperatur sichtbar. In den verwendeten Wärmebildern stehen violette Farbtöne für vergleichsweise kühlere Oberflächen, während orange und gelbe Bereiche höhere Temperaturen anzeigen. So wird auf einen Blick sichtbar, welche Strassen, Plätze und anderen Flächen sich besonders stark aufgeheizt haben.
Die Hitze zeigt sich deutlich auf unbeschatteten, versiegelten Flächen. Einzelne Asphaltflächen erreichten am späten Nachmittag Oberflächentemperaturen von bis zu rund 60 Grad Celsius. Deutlich wärmer als die Lufttemperatur! Im direkten Vergleich zeigen die Wärmebilder jedoch auch, wie gross der Unterschied durch Beschattung sein kann: Nur wenige Meter weiter sind Flächen unter Bäumen oder im Schatten von Gebäuden deutlich kühler.
Bäume und Schatten sorgen für Abkühlung
Asphalt, Beton und andere versiegelte Flächen nehmen bei direkter Sonneneinstrahlung viel Energie auf. Sie erwärmen sich stark und geben einen Teil dieser gespeicherten Wärme später wieder an ihre Umgebung ab. Unter Bäumen und in anderen Schattenbereichen bleiben die Oberflächentemperaturen deutlich tiefer.
Bäume helfen auf zwei Arten, die Umgebung zu kühlen: Ihre Kronen spenden Schatten und schützen den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig geben die Bäume über ihre Blätter Wasser an die Umgebung ab. Dieser natürliche Prozess entzieht der Umgebung Wärme und sorgt für zusätzliche Abkühlung.
Ob wir Hitze als belastend empfinden, hängt nicht nur von der Lufttemperatur ab. Auch Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit beeinflussen die Wärmebelastung. Deshalb fühlen sich begrünte und beschattete Orte oft deutlich angenehmer an als stark versiegelte Flächen in der Sonne, selbst wenn die Lufttemperatur gleich ist.
Was die Stadt Baden gegen die Hitze unternimmt
Die Stadt Baden gestaltet öffentliche Räume so, dass sie auch an heissen Tagen möglichst angenehm bleiben. Bei Projekten wird geprüft, wo zusätzliche Bäume, Grünflächen und Schatten entstehen können. Ein aktuelles Beispiel ist die Trafowiese, die im Frühjahr eröffnet wurde und mehr Grün in die Stadt bringt.
Auch zusätzliche Schattenplätze spielen eine wichtige Rolle. Die neue begrünte Sitzbänke schaffen Aufenthaltsorte, an denen man sich an heissen Tagen etwas zurückziehen kann. Auf der Kühle Orte in Baden zeigt die Stadt zudem, wo im Badener Stadtgebiet angenehme und schattige Orte zu finden sind – darunter Grünanlagen, Spielplätze, Brunnen und beschattete Sitzgelegenheiten.
Für besonders warme Sommertage stellt die Stadt Baden praktische Hitzetipps zur Verfügung. Die einfachen Empfehlungen helfen dabei, sich vor Hitze zu schützen und den Alltag auch bei hohen Temperaturen möglichst angenehm zu gestalten.
Was Sie selbst tun können
Auch auf privaten Grundstücken gibt es Möglichkeiten, die sommerliche Aufheizung zu reduzieren. Beim Projekt Asphaltknackerinnen unterstützt die Stadt Baden Grundeigentümer*innen dabei, versiegelte Flächen rund ums Haus zu entfernen und naturnäher zu gestalten. Interessierte erhalten eine kostenlose Beratung und können von Förderbeiträgen für die Entsiegelung profitieren.
















WETTER UND KLIMA
Ist das Klima oder Wetter?
So fragen schwitzende Städter.
Der Beton wirkt hier als Therme,
heizt sich auf und speichert Wärme.
Die Omega-Wetterlage
macht Sommertage zur Plage.
Von Meck-Pomm bis nach Baden
wird die Sonne uns kräftig braten.
Die Stadt ist uns lieb und teuer;
doch zu heiß wird’s im Gemäuer,
wenn Sonne scheint ohn’ Unterlass
und weit und breit kein kühles Nass.
Die Betonwüste braucht Oasen;
Wasserstellen und Rasen,
Bäume die uns Schatten spenden.
Die Bodenversiegelung beenden!
An allen Straßen soll es blüh’n,
uns’re Städte brauchen mehr Grün.
Für Gesundheit und Wohlergeh’n,
lasset steh’n Bäume und Alleen.
Vielen Tieren Lebensraum,
für den Sauerstoff ein Quell,
für gesundes Klima essenziell;
das ist unser Freund, der Baum.
Ohne Bäume in Wald und Flur
wär’ die Erde ein öder Planet nur.
Wir sehnen uns nach diesem Grün,
der Zeit, wenn wieder Bäume blüh’n.
Wir wollen wandeln durch Alleen,
das Blätterdach so wunderschön.
Jeder Baum, der zum Opfer fällt,
macht etwas ärmer uns’re Welt.
Tornados, Hitze, Wassernot;
Feuer wüten in Wald und Flur.
Das Wetter gerät aus dem Lot,
Klimawandel zieht seine Spur.
Borkenkäfer in der Kiefer,
auch zur Fichte zieht Geziefer.
Statt sattes Grün und Waldeslust,
kranke Bäume und Försters Frust.
Profitgier lässt Wälder schwinden,
fördert weltweit Umweltsünden.
Die grüne Lunge des Planeten
in Gefahr, da hilft kein Beten.
Zu viele Buchen und Eichen
mussten schon der Kohle weichen.
Retten wir den herrlichen Wald,
bewahren die Artenvielfalt.
Kämpfen wir für Mutter Erde,
dass sie nicht zur Wüste werde.
Man produziert und produziert,
plündert Ressourcen ungeniert.
Gewinnmaximierung ist Pflicht,
die intakte Natur zählt nicht.
Börsenkurse steh’n im Fokus,
Umweltschutz in den Lokus.
Plastikflut und Wegwerftrend,
man konsumiert permanent.
Von Müllvermeidung keine Spur,
Unrat verschandelt Wald und Flur.
Unser westlicher Lebensstil
taugt nicht als Menschheitsziel.
Die Jagd nach ewigem Wachstum
bringt letztlich den Planeten um.
Das oberste Gebot der Zeit
muss heißen Nachhaltigkeit.
Statt nur nach Profit zu streben,
im Einklang mit der Natur leben.
Der Mensch, dieses kluge Wesen,
kann im Gesicht der Erde lesen.
Er sieht die drohende Gefahr,
spürt die Erwärmung Jahr für Jahr.
Homo sapiens muss aufwachen,
seine Hausaufgaben machen.
Wir alle stehen in der Pflicht,
maßvoll leben ist kein Verzicht.
Teilen und Second Hand der Trend,
Repair vor Neukauf konsequent.
Bei allem etwas Enthaltsamkeit,
nehmen wir uns die Freiheit.😉
Mit Tempolimit auf der Autobahn
und Emissionshandel ist’s nicht getan.
Für Energieerzeugung und Verkehr
müssen zukunftsfeste Lösungen her.
Das Klima schützen, Raubbau beenden,
das Anthropozän zum Guten wenden.
Ökonomie und Ökologie im Verein,
der Blaue Planet wird uns dankbar sein.
Rainer Kirmse , Altenburg
Herzliche Grüße aus Thüringen