Umweltblog

Der Geissberg ist ein Heuschrecken-Paradies

In den vielfältigen Wiesen am Geissberg zirpen unzählige Grashüpfer um die Wette. Der Spezialist Florin Rutschmann hat uns auf einem gemütlichen Feierabend-Spaziergang viele der 18 vorkommenden Heuschrecken-Arten gezeigt. 

Die Welt der Heuschrecken ist mysteriös und geheimnisvoll. Die Tiere machen Geräusche (sie singen) und springen für ihre Körpergrösse sehr weit. Obwohl sie direkt vor unserer Haustür leben, kennen nur wenige Leute die Arten und ihre Eigenschaften. Entsprechend fasziniert waren wir Exkursionsteilnehmenden von Florin Rutschmanns Fachwissen. Er erklärte uns die grundlegenden Unterschiede von Lang- und Kurzfühlerschrecken und liess uns danach einige Heuschrecken selber fangen. Diese bestimmte er für uns und zeigte uns die Charakteristika der jeweiligen Art. Mindestens die Hälfte der 18 vorkommenden Arten konnten wie so bestaunen.

Die Heuschrecken sind unglaublich faszinierende Tiere. Der Geissberg bietet ihnen mit der hohen Strukturvielfalt einen idealen Lebensraum. Sie sind nicht wie einige Schmetterlingsraupen spezialisiert auf eine oder wenige Futterpflanzen, sondern brauchen eine bestimmte Struktur. Der Geissberg hat mit Waldrand, Hecke, Magerwiese und Weiden genau diese mosaikartige Mischung von Strukturelementen, die die Heuschecken mögen. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass der Geissberg in dieser Form erhalten und geschützt bleibt.

Florin Rutschmann

Heuschreckenexperte

Die gewöhnliche Sichelschrecke (Phaneroptera falcata) hat mir am besten gefallen. Wir haben sie in einer Brombeerhecke entdeckt. Sie unterscheidet sich zum bekannteren grünen Heupferd durch eine filigranere Erscheinung. Zudem ist der Legesäbel der Weibchen bei der gewöhnlichen Sichelschrecke nach oben gebogen, im Gegensatz zum geraden beim grünen Heupferd. (Bild: Stadtökologie)

Florin Rutschmann ermunterte uns zum ganz genauen Hin-schauen und -hören. (Bild: Stadtökologie)

Die Feierabendstimmung auf dem Geissberg und der Ausblick über Ennetbaden und Baden war prächtig. (Bild: Stadtökologie)

Die Stadtökologie dankt Florin Rutschmann und allen Exkursionsteilnehmenden für den tollen Abend. Bis zum nächsten Mal!

Weiterführende Links

Tierfreundlich mähen: 5 Tipps für mehr Vielfalt vor dem Haus – Umweltblog Baden

Neues Leben im Steinbruch – Umweltblog Baden

Teilen


GeissbergHeuschreckenInsektenVielfalt entdecken