
Wie gehen wir in Baden mit dem Klimawandel um? Eine Sammlung von Beiträgen, Tipps und Anleitungen
Die Stadt Baden hat klimatisch günstige Voraussetzungen. Sie ist umgeben von grossen Waldflächen, die Kalt- und Frischluft produzieren. Diese kühlen Luftmassen können entlang der Hanglagen in die Stadt hineinfliessen und so Hitze- und Schadstoffbelastungen in Badens Siedlungsraum mindern. So die Voraussetzungen. In der Realität aber hat auch die Stadt Baden einige Hitzeinseln. Diese sogenannten klimatischen Belastungsräume sind zum einen der Baustruktur in Baden, einer zu hohen Versiegelung sowie einem Mangel an Baumbeständen in manchen Wohn- und Innenstadtgebieten und entlang der Verkehrswege geschuldet. Daher ist eine sorgfältige Planung und Innenentwicklung mit ausreichenden Grünräumen in der Stadt wichtig. Ebenso wie der Erhalt und die Neupflanzung von Bäumen und eine konsequente Entsiegelung, denn Hitzeinseln gehören entschärft – auf ihnen kann und will man keine Ferien machen.
Wo genau liegen Badens Hitzeinseln und wo lässt es sich auch an heissen Tagen gut aushalten? Wie geht Baden mit den Herausforderungen des Klimawandels in der Entwicklung und Planung der Stadt um? Was braucht es, damit Siedlungsgebiete und der Badener Wald klimafit werden und welchen Beitrag kannst Du dazu leisten? Wie kannst du ganz konkret vor deiner Haustür für ein gutes Klima sorgen, damit du an heissen Tagen gesund bleibst und der Keller bei Starkregen nicht vollläuft?
Wir haben dir eine Auswahl an Beiträgen, Tipps und Anleitungen zusammengestellt – das geben wir weiter!

Der Klimawandel trifft auch Baden – wie bereitet sich Baden vor und wo gibt's die Cool-Spots für die heissen Tage?
- Neu: Die Klimakarten des Kantons Aargau sind da
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- Grünräume und Baumbestand sichern und entwickeln – Raumentwicklungskonzept und Freiraumkonzept der Stadt Baden
- Bäume sind wichtig fürs Stadtklima – unter diesen Badener Stadtbäumen lässt sich ein Hitzesommer aushalten
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- Die Badener Klimaoase entsteht – Teil V
- Badens kühlendes Nass – die Brunnenkarte für heisse Tage
- “3-2-1 heiss!”: Hilf mit, die heissesten Orte in Baden kühler zu gestalten!
- Heisse Diskussionen am Klima-Gemeindeseminar in Baden
- Klima-Bündnis: Baden wird mit einem Climate Star ausgezeichnet
- Richtplan Natur und Landschaft 2021 – auch Naturräume müssen vernetzt und klimafit sein
- Ein Wald trotz dem Klima!
- Gewinner und Verlierer im Klimawandel
- Zerr- und Flaumeichen auf der Baldegg
- Palmen im Badener Wald
- Die interaktive Brunnenkarte: Die nächste Erfrischung ist nicht weit
- Biodiversität statt Schottergärten: Die Guerilla-Gardening-Armee wächst – Umweltblog Baden
…. und noch weitere Beiträge und Infos kannst du auf unserem Umweltblog oder direkt beim Kompetenzbereich Klima und Umwelt der Stadt Baden erfahren…
Wohlbefinden und ein gutes Klima trotz Hitze - wie machst du dich klimafit?
- Mehr Grün an unsere Wände – Vertikalbegrünungen
- Schottergärten schrotten: für mehr Biodiversität vor dem Haus
- Entsiegeln und dadurch auf Versickerung und Retention setzen – Abteilung Bau der Stadt Baden hilft dir und zeigt, wie es geht
- 3-2-1 heiss! Mitmach-Aktion Sommerhitze
- Insektentränke: Basteln für unsere sechsbeinigen Freunde
- Wassersparend Gärtnern
- Wildstauden verbinden Ästhetik und Naturförderung in der Stadt
- Wo im Ziegelhau die Frösche quaken
…und was für ein Klima gibst Du weiter?…

Die nachfolgende Geschichte habe ich wegen der Zerstörung des Parks im Areal des Regionalen Pflegezentrums geschrieben. Sie zeigt auf, wie die Stadt Baden wirklich handelt und was dies in Sachen Klima und Umwelt für unsere Zukunft bedeuten könnte.
Daniel Erdin, Baden
Der Drache
(Ein politisches Märchen nach dem gleichnamigen Theaterstück von Jewgeni Schwarz)
Es war einmal ein mittelalterliches Städtchen, in welchem lebensfrohe Bürger wohnten. Sie verdienten sich mit Handwerk aller Art ihr Brot und viele hatten vor den Stadttoren noch einen kleinen Acker, in welchem sie mit viel Fleiss Nahrungsmittel anpflanzten.
Es waren fast schon paradiesische Zustände, da man sich auch in den heimischen Thermen gut erholen und lustbetonte Zeit verbringen konnte.
Leider wütete in der Gegend aber auch ein gefrässiger Drache, welcher regelmässig die Äcker ausserhalb der Stadt verwüstete. Dies machte den Bürgern grosse Sorge, da sie deswegen oft zu wenig zum Essen hatten. Sie schickten deshalb eine Delegation zum Stadtrat und trugen ihm ihre Sorgen vor. Sie verlangten, dass der Stadtrat mit dem Drachen das Gespräch suchen müsse oder noch besser, dass man den Drachen töten sollte. Denn langfristig führe seine Gier zum Ruin des Städtchens und ihrer Bewohner.
Der Stadtrat hatte Verständnis für die Sorgen der Bürger und versprach ihnen, etwas gegen den mächtigen Drachen zu tun.
Die Forderung der Bürger, den Drachen zu töten, war schnell vom Tisch. Niemand vom Stadtrat wollte sich als Drachentöter zur Verfügung stellen. Es wurde beschlossen, mit dem Drachen Verhandlungen aufzunehmen. Der Stadtrat sagte sich: Wieso sollen wir den Drachen töten, wenn er bisher die Stadt selber, in Ruhe gelassen hat. Ruhe ist schliesslich ein hohes Gut und das Gegenteil davon wäre Anarchie und wir hätten keine Macht mehr in der Stadt!
In den Verhandlungen mit dem Drachen müsse die Lösung in einem Kompromiss gefunden werden. Dieser sollte laut Stadtrat etwa so lauten: Wir treten dem Drachen jedes Jahr eine abgemachte Fläche Land ausserhalb der Stadtmauern ab und geben ihm dazu noch die Möglichkeit, sich regelmässig in unseren heissen Quellen zu entspannen. Als Gegenleistung gewährt der Drache unserer Stadt und ihren Bewohnern, Ruhe und Sicherheit.
Mit dieser Absicht ritten sie etwas zitterig und mit einem mulmigen Gefühl im Magen aus der Stadt und brachten dem Drachen, welcher gerade im nachbarlichen Klosterdorf seinen Hunger stillte, ihr Anliegen vor.
Gross war die Erleichterung bei der Delegation des Stadtrats, als sich der Drache ganz überraschend, auf den Kompromissvorschlag einliess.
In mindestens einem seiner drei Köpfe muss dem Drachen klar geworden sein, dass die Abmachung mit der Stadt, für ihn langfristig nur von Vorteil sein konnte!
Zurück in der Stadt verkündeten die Stadträte den Bürgern mit stolzer Brust das Resultat der Verhandlungen mit dem Drachen. Bei einem festlichen Mahl in kleinem Kreis mit Wein, Weib und Gesang, feierten die Stadträte ihren Erfolg und ihr Verhandlungsgeschick bis spät in die Nacht hinein.
Die Badener Bürger waren aber nicht auf den Kopf gefallen und merkten schon bald, dass der Stadtrat mit dem Drachen wohl einen etwas faulen Kompromiss abgeschlossen hatte. Denn die Gier des Drachens nach Land ging unvermindert weiter und sie mussten auf immer kleiner werdenden Äckern versuchen, genügend Essen für ihre Familien anpflanzen zu können.
Sie schickten daher wieder eine Delegation zum Stadtrat und äusserten ihre Bedenken um die Zukunft der Stadt und ihrer Bewohner.
Der Stadtrat beruhigte die besorgten Bewohner, indem er ihnen versicherte: Nach wie vor können wir das Abkommen mit dem Drachen einhalten und ihm jedes Jahr die abgemachte Landfläche zur Verfügung stellen.
(Zeitsprung in die Gegenwart)
Auch wenn wir dem Drachen zuletzt einen vielfach ausgezeichneten Park mit vielen Bäumen und hoher Biodiversität auf der rechten Limmatseite abtreten mussten, haben wir immer noch genügend Land, um seine Gier zu befriedigen.
Wie geschätzt unsere Stadt mit ihrer sorgfältig verdichteten Bauplanung ist, zeigt sich ja auch darin, dass die Regierung eines kleinen Nachbardorfes sich uns anschliessen möchte. Als Brautschatz bringt das Dorf auch Land mit viel Entwicklungspotenzial in die Ehe mit ein. Da wird sich unser Drache noch jahrelang den Bauch vollschlagen können!
P.S: Rat des Stadtrats von Baden: Seid doch zufrieden ihr Einwohnerinnen und Einwohner dieser lebensfrohen Stadt. Ein Leben mit Sorgen um die Zukunft unserer Nachgeborenen, stört den «Tanz auf dem Vulkan.»